Sozialforschung / Im Fokus

KomDat Jugendhilfe: Die Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfestatistik

Papier mit Balkendiagramm
Bild: © Kenishirotie - Fotolia.com

Die Kinder- und Jugendhilfestatistik und ihre Entwicklung seit Anfang der neunziger Jahre stehen im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe des Magazins „KomDat“ der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat). Diese bereitet seit nunmehr 25 Jahren Befunde der amtlichen Statistik auf und macht sie für Fachdiskurse in Wissenschaft und Praxis zugänglich. Außerdem werden die Kinder- und Jugendhilfeausgaben und Daten aus den Hilfen zur Erziehung analysiert sowie die Trägerlandschaft in der Kindertagesbetreuung und die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen in den Blick genommen.

In der aktuellen Ausgabe „Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe“ (KomDat) steht die Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfestatistik im Mittelpunkt. Im Einführungsartikel legt der wissenschaftliche Leiter der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat), Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, unter anderem dar, wie die Arbeitsstelle die Qualität der Erhebungen selbst weiterentwickelte, etwa im Bereich der Tagespflege, der Hilfen zur Erziehung und der Eingliederungshilfen bei (drohender) seelischer Behinderung, der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Kindertagesbetreuung. Die mit den Jahren immer häufiger und detaillierter erhobenen Kinder- und Jugendhilfedaten  ermöglichten beispielsweise, den Ausbau von rund 750.000 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren differenziert zu erfassen und die unterschiedlichen Ausbaugeschwindigkeiten der Länder und Kommunen sichtbar zu machen.

Dass die Angebote im Arbeitsfeld Kita und die Qualität beständig weiterentwickelt werden, ließ die Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe erneut ansteigen – auf 51 Milliarden Euro im Jahr 2018 – was ein anderer Beitrag des aktuellen KomDat-Magazins veranschaulicht. In der Ausgabe werden darüber hinaus Daten zu den Hilfen zur Erziehung analysiert sowie Veränderungen der Trägerlandschaft in der Kindertagesbetreuung und die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen beleuchtet.

Weitere Informationen

Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik ist Teil des Forschungsverbundes Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund und wird gefördert vom Bundesfamilienministerium sowie vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Technischen Universität Dortmund.

Der Forschungsverbund führt Forschungsprojekte zu den Themen Kindertagesbetreuung, Hilfen zur Erziehung, Kooperation von Jugendhilfe und Schule, Familien und Frühe Hilfen, Kinder- und Jugendarbeit, Personal und Qualifikation sowie Freiwilliges Engagement durch. Zu den Aufgaben des Forschungsverbundes gehören wissenschaftsbasierte Dienstleistungen sowie die Beratung von Politik und Fachpraxis auf allen föderalen Ebenen.

Die Ausgabe Nr. 3/2019 der KomDat (PDF 1,8 MB) steht bei der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich unter www.akjstat.tu-dortmund.de/.

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e.V.

Der Artikel „Die Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfestatistik“ wurde vom Deutschen Jugendinstitut erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

Info-Pool