Sozialforschung / Bildungsforschung

Instrumente für Datenerhebungen in den Bildungs- und Sozialwissenschaften leichter finden

Illustration zeigt eine Lupe, die über ein weißes Blatt Papier gehalten wird
Bild: Mohamed Hassan - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Forschende aus den Bereichen Sozial- und Veraltenswissenschaften sowie Bildungsforschung und Bildungsinformation können ab sofort die gemeinsame Suchfunktion des Forschungsdatenzentrum (FDZ) und des Open Access Repositorium ZIS nutzen. So ist es noch effizienter möglich für nichtkommerzielle Forschungsvorhaben, frei zugängliche Items, Skalen oder Fragebögen zu recherchieren.

Zwei große Datenbanken für die bildungs- und sozialwissenschaftliche Forschung, das Forschungsdatenzentrum (FDZ) Bildung und das Open Access Repositorium für sozial- und verhaltenswissenschaftliche Messinstrumente ZIS, bieten jetzt eine neue gemeinsame Suchfunktion an. Damit können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch effizienter frei zugängliche Items, Skalen oder Fragebögen recherchieren, um sie für nichtkommerzielle Forschungsvorhaben zu nutzen oder weiterzuentwickeln.

Die nun über eine gemeinsame Suche verknüpften Datenbanken werden von zwei Leibniz-Instituten bereitgestellt:

Die Instrumentendatenbank des FDZ Bildung (www.fdz-bildung.de) ist ein Angebot des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Sie enthält unter anderem Items, Skalen und originale Fragebögen aus groß angelegten Studien der Bildungsforschung. In der Datenbank sind beispielsweise Instrumente aus der PISA-Studie oder der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) dokumentiert.

Die andere Datenbank, das Open Access Repositorium ZIS (zis.gesis.org), ist ein Angebot von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Forschende der Sozial- und Verhaltenswissenschaften können in ZIS ihre empirisch erprobten Erhebungsinstrumente veröffentlichen und zur Nachnutzung bereitstellen. Dazu gehören Items, Skalen und Fragebögen, die unter anderem zur Erfassung von Persönlichkeitsmerkmalen (zum Beispiel der „Big Five“ genannten Merkmale Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit) oder zur Erfassung von Einstellungen zu Technik verwendet werden können.

Weitere Informationen

Das Bereitstellen erprobter Erhebungsinstrumente trägt dazu bei, die Qualität von Forschungsdaten zu sichern und die Vergleichbarkeit von Ergebnissen zu erhöhen. Außerdem sind digital dokumentierte Forschungswerkzeuge leichter zugänglich. So stimulieren sie nachhaltig den Austausch über Erhebungsinstrumente und deren Weiterentwicklung. Nicht zuletzt erhalten die Instrumente in den Datenbanken von FDZ und von ZIS einen digitalen Identifikator (Digital Object Identifier = DOI). Über ihn sind die beschreibenden Angaben – wie etwa zu Urheberinnen und Urhebern – sowie die Instrumente selbst dauerhaft im Internet auffind- und zitierbar. Dadurch wird das Forschungshandeln transparent und die Autorenschaft von Erhebungsinstrumenten wird als wichtige wissenschaftliche Leistung gewürdigt.

Quelle: DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation vom 12.03.2020