Sozialforschung / Europa

Belgische Ratspräsidentschaft lenkt Augenmerk auf die Situation der Jugend in problematischen Stadtgebieten

Ein düsteres Bild von der Situation Jugendlicher in großstädtischen Gebieten vermittelt ein Papier der Belgischen Ratspräsidentschaft, das diese für eine Diskussion im Jugendministerrat am 19. November 2010 vorlegte.

Ökonomische Krise, Strukturwandel und Migration, heißt es im Papier, verschärfen die Segregationsprozesse in großstädtischen Gebieten. Entlang bestimmter Merkmale wie Einkommen, Bildung, Alter, ethnischer Zugehörigkeit oder Religion verteilen sich bestimmte Bevölkerungsgruppen immer einseitiger auf abgeschlossene Stadtgebiete. Die fehlende Heterogenität der Bevölkerung bringt für diejenigen Gebiete, die geprägt sind von wirtschaftlich und sozial schwächer gestellten Bewohnern, häufig eine Abwärtsspirale, die sich an Armut, einem Mangel an Infrastruktur und sozialem Zusammenhalt ablesen lässt. Gerade Kinder und Jugendliche erfahren nicht selten Gewaltanwendung, Bildungsversagen, Arbeitslosigkeit und die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen.

Lesen Sie mehr über das Papier unter http://www.jugendpolitikineuropa.de/europzusammen/news-658.html

Quelle: Rat der Europäischen Union vom 17.11.2010 zitiert nach JUGEND für Europa

 

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