Jugendforschung / Sozialforschung

Welche Kompetenzen des 21. Jahrhunderts sind Jugendlichen wichtig?

Drei Jugendliche haten ihre Smartphones in der Hand, schauen interessiert darauf und lachen
Bild: rawpixel.com

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) veröffentlichte in Kooperation mit dem SINUS-Institut die Ergebnisse einer repräsentativen Studie, in der über 1.100 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren zu Zukunftsoptimismus, Zukunftskompetenzen und „Future Readiness“ befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen unter anderem: Junge Menschen schauen optimistischer in ihre eigene Zukunft als in die der Gesamtgesellschaft. Sie glauben an ihre Fähigkeiten – allerdings schätzen Mädchen und junge Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss ihre IT-Kompetenzen für gering ein und halten diese auch für weniger wichtig.

Die Befragten gehen von einer komplexen Arbeitswelt aus, in der sie widerstandsfähig gegen Stress sein wollen, Teamwork und gutes Zeitmanagement schätzen. Hoch bewerten sie „Coolness“ – die Fähigkeit, den Überblick und einen kühlen Kopf in der schnellen Informationsgesellschaft zu behalten. Wichtig ist ihnen zudem „Charisma“ – selbstsicher aufzutreten und eigene Ideen gut zu präsentieren. In beiden Kategorien stellen sich Jugendliche die schlechtesten Zeugnisse aus.

„Coolness“ und „Charisma“ ergänzen die Fähigkeiten „Kommunikation“, „Kollaboration, „Kreativität“, „Kritisches Denken“

Frank Hinte, Geschäftsführer der DKJS: „Jugendliche können gut abschätzen, worauf es für sie in der Zukunft ankommt. Finden sie keine passenden Angebote, sind sie bereit, sich wichtige Fähigkeiten selbst beizubringen. In einer Zukunft, in der die Halbwertszeiten von Fachwissen immer kürzer werden, geht es darum, den Glauben an die Schaffenskraft, den Mut zur Veränderung und die Motivation zum Lernen zu stärken. Zukunft braucht Zuversicht – in einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt haben diejenigen eine Chance auf Teilhabe, die mit Veränderungen kompetent umgehen können.“

Dr. Marc Calmbach, Director Research & Consulting SINUS: „Die Ergebnisse zeigen eine gewisse Verunsicherung in der jungen Generation. Zwar fühlen sich die meisten Jugendlichen gut auf die Zukunft vorbereitet, an sozialen Aufstieg glauben aber nur wenige. Die Jugend ist heute eher gedämpft-optimistisch.“

Ergebnisse einer Befragung unter 1.102 Jugendlichen

1.102 Jugendliche wurden nach ihrer Einschätzung gefragt. Wie optimistisch blicken sie in die Zukunft? Wie schätzen junge Menschen selbst ihre Fähigkeiten ein? Was fehlt ihnen und wer kann ihnen helfen, fehlende Kompetenzen zu erlernen?

Weiterführende Informationen zur Studie mit weiteren Ergebnissen sind zu finden unter: www.25next.de

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich deutschlandweit für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen ein. Für dieses Ziel bringt die DKJS Akteure aus Staat, Wirtschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen und entwickelt mit ihnen praktische Antworten auf aktuelle Herausforderungen im Bildungssystem.

Die SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH mit Standorten in Heidelberg und Berlin, ist seit über 40 Jahren Spezialist für psychologische und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung. Das Institut entwickelt Strategien für Unternehmen und Institutionen, die den soziokulturellen Wandel als Erfolgsfaktor nutzen. Das SINUS-Institut ist besonders auch für seine Jugendforschung bekannt.

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) vom 11.11.2019

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