Jugendforschung

Studie: Vernetzte Teenies brauchen weniger Freunde

Drei junge Frauen spielen mit ihren Handys
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Smartphone-verliebte und Social-Media-begeisterte Jugendliche fühlen sich laut einer Studie der University of Queensland alles andere als einsam.

Die Forscher haben untersucht, wie sich die wahrgenommene Einsamkeit von Teenagern in der Zeit von 1991 bis 2012 verändert hat und stellten fest: Jugendliche fühlen sich heutzutage weniger einsam, als jene vor rund 20 Jahren.

"Es hat eine Menge Befürchtungen gegeben, dass Social Media dem Sozialleben der Leute schadet", erklärt Sozialpsychologin Kali Trzesniewski von der University of California, Davis gegenüber "NPR". "Aber die Forschung zeigt, dass das Internet und soziale Netzwerke insgesamt keinen negativen Einfluss zu haben scheinen."

Jugendliche brauchen weniger Freunde

Neben der gefühlten Einsamkeit, die bei den Teenagern über die Generationen hin leicht, aber beständig abgenommen hat, ist gleichzeitig auch der Wunsch geschwunden, viele Freunde zu haben. Jugendliche von heute haben eine kleinere Anzahl an engen Vertrauten - aber sie sehnen sich auch nicht nach mehr Kontakten.

"Das kam ein bisschen überraschend", so Studienautor David Clark. Zwar kann noch nicht endgültig gesagt werden, was diese Entwicklung beeinflusst hat - Clark mutmaßt aber, dass Jugendliche heutzutage individualistischer sind und nicht so viele soziale Kontakte brauchen, um zufrieden zu sein, wie das bei ihren Vorgängern der Fall war. "Mehr als alles andere zeigt dies, dass die Situation nicht so schlimm ist, wie viele Leute denken", meint der Forscher abschließend.

Quelle: pressetext.redaktion

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