Meta-Studie

Generation friedliche Revolution – Jugend 2020

Vier Mädchen stehen in einer Reihe vor einem Kornfeld und bilden mit ihren Händen Herzen
Bild: Melissa Askew - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die nach 1990 Geborenen gelten als die meinungsstärksten, wertebewusstesten und am besten informierten jungen Menschen, die es je gab. Aber was sind ihre Träume, Wünsche und Themen? Die Meta-Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung verbindet aktuelle empirisch-soziologische Studien zu jungen Menschen und ihren Eltern mit Einsichten der Trend- und Marktforschung und ermöglicht so einen vertieften Einblick in die Welt der Generationen Y und Z.

Die Meta-Studie findet junge Menschen insgesamt auf der Suche nach Balance: Zwischen tausendfachen attraktiven Optionen und den eigenen Fähigkeiten sowie ernüchternden Erfahrungen in der Arbeitswelt; zwischen dem Wunsch nach Geborgenheit in einer Partnerschaft (mit Kindern) und den wachsenden Anforderungen überregionaler und globaler Arbeitsmärkte. Wie ein roter Faden zieht sich die Eigenwahrnehmung junger Menschen als „chancenreich“ oder „chancenarm“ durch die ausgewerteten Jugendstudien.

Der Einfluss des Elternhauses ist dabei immens und bewirkt die Heterogenität junger Menschen. Wie keine Generation zuvor suchen die heutigen Jungen die Kommunikation und das Feedback der Älteren, auch von Lehrpersonen und Vorgesetzten. Aufgewachsen in einer „Alles ist möglich-Gesellschaft“, reagieren besonders die Jüngsten der Generation Z mit dem Wunsch nach Orientierung und Sicherheit. Aber sie haben auch eine im positiven Sinne „verspielte Seite“, die sich auf bildaffinen Social-Media-Plattformen in der Leidenschaft für Kreativität, für Musik, für Humor und Wortwitz Bahn bricht.

Den Klimawandel begreifen sie als Bedrohung, fremdeln aber noch ein wenig damit, wenn es darum geht, auch persönliche Einschränkungen zu erbringen. Sie legen großen Wert auf soziale Verantwortung. Sie zeigen ein starkes politisches Interesse und fühlen sich persönlich dazu berufen, politische Ziele zu erreichen. Allerdings verbinden viele politische Veränderungen nicht mit Engagement in Parteien oder Verbänden. Ihr Blick richtet sich auf von ihnen gegründete Social-Media-Communities, Popstars und große Konsum-Marken, um gesellschaftliche und politische Veränderungen zu bewirken.

Wie das Verhältnis zwischen jungen Menschen und einer Parteiendemokratie sich gestalten wird, ist eine offene Frage. Die Voraussetzungen sind jedoch gut, um sie positiv zu beantworten, denn die jungen Generationen sind wertebewusst, offen und gesprächsbereit.

Die Studie „Generation friedliche Revolution – Jugend 2020“ (PDF, 5 MB) steht auf der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Verfügung.

Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung vom 01.10.2020

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