Österreich

Erstes landesweites Netzwerk für Jugendforschung

Erwachsene sitzen in einem Seminarraum und arbeiten in Gruppenarbeit.
Bild: Tania Rodriguez – pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Wissenschaft und Praxis gründen einen österreichweiten Zusammenschluss zur Erforschung jugendlicher Lebenswelten und Herausforderungen junger Menschen und damit das erste landesweite Netzwerk für Jugendforschung im deutschsprachigen Raum.

Auf Initiative des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck haben Vertreter(inne)n von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Dachverbänden der Jugendarbeit das „Österreichische Netzwerk Jugendforschung“ gegründet. Ziel dieses interdisziplinär zusammengesetzten Netzwerks ist die Stärkung und Sichtbarmachung von Jugendforschung in Österreich durch kontinuierlichen Austausch und Dialog zwischen Forschung, Praxis, Politik, Verwaltung und Jugendlichen selbst.

Sowohl der gegenwärtigen als auch der künftigen Bedeutung des ersten derartigen Netzwerks im deutschsprachigen Raum ist sich Helmut Fennes, der Mitbegründer und Vorsitzende, sicher: „Der durch das Netzwerk systematische Transfer von Forschungsdaten in die Praxis ist wichtig, um Jugendforschung wirksam und den Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten, nutzbar zu machen. Umgekehrt wird es wichtig sein, dass kontinuierlich Informationen aus der Praxis zur Forschung gelangen und so anleitend werden“.

Netzwerk leistet wichtige Grundlagenarbeit

In durch die Pandemie geprägten Zeiten ist die Erforschung jugendlicher Lebenswelten wichtiger denn je. „Jugendliche spüren die Auswirkungen der Coronakrise derzeit am stärksten – es stehen ihre Bildungschancen, ihre psychische Gesundheit, ihre Zukunft am Spiel. Genau hier leistet das neu gegründete Netzwerk wichtige Grundlagenarbeit“, so Manuela Smertnik, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Forschungsnetzwerks und Vorstandsmitglied von bOJA, der bundesweiten Vertretung der Offenen Jugendarbeit in Österreich.

Aktivitäten des Netzwerks

Die ersten Aktivitäten des Netzwerks sind die Entwicklung einer offenen Online-Plattform für Jugendforschung und deren Ergebnisse, der Aufbau eines Informationsdienstes für an Jugendforschung Interessierte sowie die Unterstützung der Entwicklung eines Kerninstrumentariums für Jugendforschung in Österreich sowie einer dreitägigen Jugendforschungstagung vom 5. bis 7. Mai 2022 in Innsbruck.

Quelle: Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit Österreich vom 19.07.2021