Achtung Icon

Relaunch - Am 23. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 23. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Jugendforschung / Jugendsozialarbeit

Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit legt Expertise zur Situation ausgegrenzter Jugendlicher vor

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit hat eine Expertise in Auftrag gegeben zur Situation ausgegrenzter Jugendlicher im Lebensabschnitt zwischen Schule und Beruf.

Jugend braucht eine Zukunft – das würde niemand leugnen. Nach Ansicht der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft existieren jedoch kaum einheitliche oder aktuelle Daten zu Lebenssituationen und Zukunftsperspektiven von Jugendlichen. Der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener, die von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen und von Armut betroffen sind, nehme kontinuierlich zu. Vor allem die bisherige Datenlage, aber auch die Erkenntnisse zu den Motiven und Hintergründen ausgegrenzter Jugendlicher am Übergang Schule – Beruf, seien unbefriedigend.

Aus diesem Grunde wurde das Deutsche Jugendinstitut (DJI) mit der Erstellung einer Expertise beauftragt. Die Forscher kommen aufgrund einer explorativen Erhebung zu dem Schluss, dass mindestens 80.000 junge Menschen am Rande unserer Gesellschaft leben und von Teilhabe ausgeschlossen sind. Zur Vermeidung von Exklusion müsse die Integrationsleistung des Bildungswesens deutlich erhöht werden. Hinsichtlich strukturell angelegter Ausgrenzungsverfahren sei die derzeitige Sanktionspraxis junger Erwerbsloser im SGB II zu überdenken.

Etwa seit Beginn der letzten Dekade vollzieht sich in Deutschland ein weitreichender Strukturwandel der Jugendphase, der sich einerseits in einer „doppelseitigen Ausdehnung“ (Ferchhoff 2011: 96) – verlängerten Bildungswegen sowie verspäteter Ablösung vom Elternhaus – widerspiegelt. Andererseits treten zunehmende Unsicherheit und Unübersichtlichkeit von Wegen ins Erwachsenenalter auf, die durch den Wandel der Arbeitswelt sowie einen Rückzug des Sozialstaates mit bedingt sind (Kieselbach et al. 2006). Die Folge sind gestiegene Exklusionsrisiken auf dem Übergangsweg von der Schule ins Erwerbsleben. Die Intention des Projektberichts ist es, die Situation ausgegrenzter Jugendlicher bzw. junger Erwachsener anhand einer recherchierten Datenlage sowie eigener primär erhobener Befunde empirisch näher zu beschreiben.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Expertise können Sie hier lesen.

Quelle: BAG KJS

Info-Pool