Familienforschung / Familienpolitik

Wandel von Familienformen – DJI-Jahrestagung am 20./21. November in Berlin

Eine Familie rennt
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„Konstant im Wandel. Was Familien heute bewegt“ lautet 2017 das Thema der wissenschaftlichen Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts. Die Tagung fragt, was Familie im 21. Jahrhundert bedeutet und wie Rechte, Pflichten und Ressourcen in Familien gerechter verteilt werden können.

Familie verändert sich ständig, sowohl, was ihr Zustandekommen betrifft, als auch ihre Formen und Zusammensetzung im Lebensverlauf. Häufig halten öffentliche Angebote und rechtliche Regulierungen mit den rasanten gesellschaftlichen Veränderungen (noch) nicht Schritt. Die Tagung thematisiert, wie Rechte, Pflichten und Ressourcen in Familien gerechter verteilt werden könnten und welche Rolle dem Staat dabei zukommt.

In Deutschland wuchsen Ende 2016 noch knapp 70 Prozent aller minderjährigen Kinder in Familien mit verheirateten Eltern auf. Bei etwa 10 Prozent der Kinder waren die Eltern eine Lebensgemeinschaft eingegangen (gleichgeschlechtliche Paare mit eingerechnet). Rund 20 Prozent hatten alleinerziehende Mütter oder Väter. Durch Trennungen und Scheidungen der Eltern erleben Kinder im Laufe ihres Aufwachsens immer häufiger den Wechsel von Bezugspersonen. Eine zunehmend bedeutende Rolle spielt deshalb die soziale Elternschaft.

Fokussiert auf verschiedene Familienmodelle geht die Tagung in neun verschiedenen Foren unter anderem den Fragen nach, was Elternschaft im 21. Jahrhundert im europäischen Vergleich bedeutet, welche Rolle der sozialen Elternschaft zukommt und vor welchen Problemen Familien mit Migrationsgeschichte und/oder Armutserfahrungen stehen. Ein Forum thematisiert Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern in Familien.

Nähere  Informationen zum Programm der zweitägigen Veranstaltung sowie zur Anmeldung stehen auf der DJI-Webseite zur Verfügung. Der Besuch der Jahrestagung ist kostenfrei.

Quelle: Deutsches Jugendinstitut vom 19.09.2017

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