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Bildungsforschung

Rund jeder Vierte erreicht höheren Schulabschluss

Zwei junge Leute lernen zusammen
Bild: © stillkost - Fotolia.com

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht auf Basis einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zur integrierten Ausbildungsberichterstattung Analysen zu nachgeholten oder höheren Schulabschlüssen von Jugendlichen im Übergangsbereich.

Jugendliche haben im Übergangsbereich die Möglichkeit, einen Schulabschluss nachzuholen oder ihren vorhandenen zu verbessern. Eine solche Option käme für rund 70% der dortigen Anfänger/-innen in Frage. Von den rund 292.500 Jugendlichen, die im Jahr 2014 den Übergangsbereich verlassen haben, nutzten bundesweit jedoch nur 24% die Möglichkeit zur Höherqualifikation, wie die Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigen. Deutlich werden zudem erhebliche Unterschiede je nach Bundesland.

Durch den im Übergangsbereich nachgeholten oder höheren Schulabschluss können die Jugendlichen ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt verbessern. Im Jahr 2014 erwarben hier 10 % der Schüler/-innen einen Hauptschulabschluss, 14 % einen mittleren Abschluss. Im Vergleich zum Jahr 2011 hat sich die Höherqualifizierungsquote im Übergangsbereich um 2 % erhöht, wobei dies ausschließlich auf die Erhöhung der Quote der neu erworbenen Hauptschulabschlüsse zurückzuführen ist; der Anteil der neu erworbenen mittleren Abschlüsse ist konstant geblieben. Bei diesen Angaben handelt es sich um Mittelwerte aus den 16 Bundesländern.

Länderspezifischen Maßnahmenangebote

Die Chance der Jugendlichen, einen höheren Schulabschluss im Übergangsbereich zu erwerben, hängt zum großen Teil vom länderspezifischen Maßnahmenangebot sowie dessen konkreter Ausgestaltung ab. Dabei zeigen sich erhebliche Unterschiede: Während zum Beispiel in Hessen insgesamt rund 39% der Schüler/-innen einen höheren Abschluss erwerben, sind es in Mecklenburg-Vorpommern nur 11% und in Brandenburg nur 10%. Auch der Höherqualifizierungsanteil setzt sich in den Ländern höchst unterschiedlich zusammen: So wird zum Beispiel in Sachsen nur der Hauptschulabschluss vergeben (24%), während im Saarland mit 24% und in Baden-Württemberg mit 18% der Erwerb des mittleren Abschlusses überwiegt.

Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich deutliche Unterschiede. Dies hängt laut BIBB-Analyse insbesondere mit der Vorauswahl der Maßnahmen zusammen. Während junge Frauen häufiger eine Maßnahme beginnen, in welcher der Erwerb des mittleren Abschlusses im Vordergrund steht, finden sich junge Männer häufiger in Maßnahmen der beruflichen Grundbildung.

Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis

Weitere Informationen in der neuen Ausgabe der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis - BWP", Heft 3/2016, im Beitrag "Nachholen von Schulabschlüssen im Übergangsbereich". Der Beitrag steht unter  www.bibb.de/bwp-7992 kostenlos zum Download zur Verfügung.

Schwerpunktmäßig beleuchtet die BIBB-Fachzeitschrift in ihrer aktuellen Ausgabe das Thema "Bildungs- und Berufsverläufe" in vielschichtigen Beiträgen, so unter anderem zu "Studienausstieg und der Weg in berufliche Bildung" sowie "Weiterbildungsbeteiligung älterer Erwerbstätiger". Die gesamte, kostenpflichtige BWP-Ausgabe kann unter  www.bibb.de/bwp-3-2016 bestellt oder heruntergeladen werden.

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom 17.06.2016

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