Bildungsforschung

Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung goes Open Science

Symbole von Datenströmen und Computertechnik auf blauem Hintergrund
Bild: rawpixel.com

Der Fachinformationsdienst (FID) will in Zukunft verstärkt zur Öffnung der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung beitragen. Unter dieser Ausrichtung steht die nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) final bewilligte dritte Förderphase des Angebots.

Der FID ist Bestandteil des Fachportals Pädagogik. Er umfasst unter anderem einen integrierten Such- und Nachweisraum für Fachpublikationen, Möglichkeiten der Buchbestellung und -digitalisierung sowie das Bereitstellen von wissenschaftlichen Online-Ressourcen. Bis 2023 werden diese Services im Sinne von Open Science ausgebaut.

Open Science steht für transparente Forschung mit offen zugänglichen Prozessen und Ergebnissen

Um diesen Ansatz in der Bildungsforschung, in der Erziehungswissenschaft und in den Fachdidaktiken zu unterstützen, setzt der FID in seiner dritten Förderphase folgende Schwerpunkte:

  • Open Access: Für einen freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur wird der FID 40 Monographien fördern, die im Open Access erscheinen. Das Ganze wird gemeinsam mit wissenschaftlichen Bibliotheken als Crowdfunding-Projekt durchgeführt. Eine neue Publikationsplattform soll zudem das Veröffentlichen von Zeitschriften und Buchreihen im Open Access ermöglichen.
  • Wissensgraph Bildung: Über den FID sollen Nutzer/-innen Literatur und Fachinformationen noch besser finden können. Dafür werden die im Fachportal dokumentierten Ressourcen semantisch verknüpft und als Wissensgraph strukturiert und aufbereitet. Forschungsarbeiten werden so in ihren vielfältigen Zusammenhängen sichtbar.
  • Systematic Reviews: Der FID stellt für komplexere systematische Recherchen ein Suchinterface im Fachportal Pädagogik zur Verfügung. Durch transparente und verknüpfte Suchstrategien können sich die Nutzer/-innen so eine Übersicht über wissenschaftliches Wissen verschaffen.

Zusätzlich zu diesen zentralen Open-Science-Angeboten wird der FID den Zugang zu digitalen Schulbüchern verbessern. Im Rahmen einer Clearingstelle werden Lizenzmodelle für digitale Schulbücher in wissenschaftlichen Bibliotheken erarbeitet und gemeinsam mit Bildungsmedienverlagen passende Angebote eruiert. Beim Ausbau der Literaturnachweise wird zudem ein Schwerpunkt auf historischer Zeitschriftenliteratur liegen.

Über den Fachinformationsdienst

Der FID versorgt Forschende überregional mit Literatur und ergänzt so die Angebote der wissenschaftlichen Bibliotheken vor Ort. Die Nutzer/-innen können Bücher, die innerhalb Deutschlands nicht per Fernleihe zugänglich sind, als Direktausleihe bestellen und zugeschickt bekommen. Vom FID abgeschlossene Nationallizenzen ermöglichen einen direkten Zugriff auf elektronische Volltexte. Darüber hinaus werden im Bereich der bildungsgeschichtlichen Forschung und der Schulbuchforschung auf Wunsch urheberrechtsfreie Werke aus den entsprechenden Bibliotheksbeständen digitalisiert.

Quelle: Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

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