Studierendenengagement

Allen Studierenden eine Stimme geben!

Ein junger Mann steht in einer Bibliothek
Bild: Bantersnaps - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Das Projekt InclusiPHE der DHBW Karlsruhe erforscht Maßnahmen zur Steigerung des inklusiven Engagements von Studierenden. Ziel ist es, bildungspolitische Strukturen und Prozesse zu verbessern und das Engagement von Studierenden zu erhöhen.

Wie können Hochschulen noch besser darin werden, alle Studierenden willkommen zu heißen und zu repräsentieren? Im internationalen EU- Forschungsprojekt InclusiPHE (Inclusive Engagement of Non-Traditional Students in Professional Higher Education) arbeitet die Arbeitsgruppe „NextEducation“ der DHBW Karlsruhe in Kooperation mit internationalen Organisationen und Universitäten zusammen, um zu erforschen, wie das Engagement von nicht-traditionellen Studierenden in allen Hochschulbereichen gestärkt werden kann.

Hochschulen sollen inklusiver werden

Praxisrelevantes Wissen zu vermitteln ist eine der größten Stärken des anwendungsorientierten oder auch dualen Studiums. Aus diesem Grund ziehen Hochschulen oft ein vielfältigeres Spektrum von Studierenden an als klassische Universitäten. Studierende an Hochschulen weisen größere Altersunterschiede, unterschiedliche berufliche Qualifikationen und Bildungshintergründe auf. Dennoch sind die Bedürfnisse dieser heterogenen Gruppen oft weniger sichtbar – auf bildungspolitischer Ebene, auf Leitungsebene der Hochschulen und auch in Kursen und Studienprogrammen.

Ziel des internationalen Forschungsprojekts InclusiPHE, finanziert durch Erasmus+, ist zu einem inklusiveren Umfeld an Hochschulen beizutragen. Es gilt bildungspolitische und hochschulinterne Strukturen und Prozesse zu verbessern und das Engagement von Studierenden in allen Hochschulbereichen zu erhöhen. Hierbei soll vor allem die Teilnahme von studierenden Minderheiten wie z.B. studierenden Eltern, Studierenden mit Behinderungen oder Geflüchteten gestärkt werden. Dafür werden bei InclusiPHE zunächst Partizipationsbarrieren für verschiedene Zielgruppen erforscht, um anschließend passende Maßnahmen, Guidelines sowie einen Methodenbaukasten für inklusives Studierendenengagement zu entwickeln.

Studierende müssen im Mittelpunkt stehen

"Corona zeigt, in welcher Weise Studium neu gedacht werden kann und wie dabei Konzepte entstehen können bei denen Studierende nicht hinten runterfallen, sondern die eben tatsächlich Studierende in den Mittelpunkt stellen. Mit InclusiPHE forschen wir hier am derzeit europaweit wichtigsten Projekt." so Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Professor für Bildungsmanagement und Lebenslanges Lernen und Leiter der Arbeitsgruppe NextEducation an der DHBW Karlsruhe.

InclusiPHE ist auf eine Dauer von drei Jahren angelegt und startete offiziell im September 2020. Das Projekt wird über das Förderprogramm Erasmus+ finanziert. Die Koordination übernimmt die Mondragon Unibertsitatea in Spanien. Projektpartner sind neben der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe auch die European Students‘ Union (Belgien), EURASHE (Association Européenne d'Institutions de l'Enseignement Superieur, Belgien), das Institut Za Razvoj Obrazovanja (Kroatien), das Malta College of Art Science and Technology (Malta), das Knowledge Innovation Centre (Malta), und die UC Leuven (Belgien).

Weitere Informationen sind auf der Webseite von Next Education zu finden: www.next-education.org/ongoing-projects/

Hintergrund

Die Forschungsgruppe NextEducation um Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers erforscht an der DHBW Karlsruhe die Zukunft der (Hochschul-)Bildung unter Bedingungen einer zunehmend digitalisierten Welt. Die Forschungsgruppe hat erst kürzlich mit einer Publikation zu „Future Skills und der Zukunft der Hochschulen“ Beachtung gefunden.

Quelle: Duale Hochschule Baden Württemberg Karlsruhe vom 25.01.2021

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