Bildungspolitik / Forschung

Merkel: Früh Interesse für Forschung wecken

Ein Mädchen experimentiert mit einer Lupe
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Bundeskanzlerin Angela Merkel freut sich über die hohe Zahl der Teilnehmer am Wettbewerb "Jugend forscht". In diesem Jahr waren mehr als 12.000 junge Leute mit 6.432 Projekten dabei.

Die Teilnehmerzahl sei "gigantisch", so Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Am kommenden Mittwoch (17.09.) empfängt sie die Sieger des Bundeswettbewerbs im Kanzleramt und übergibt den Sonderpreis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit. Merkel betont, dieser Termin sei für sie "nicht Routine, sondern eine Freude". Sie könne immer wieder sehr interessante Gespräche führen.

"Jugend forscht" zeige, dass es unter jungen Menschen eine große Bereitschaft gebe, sich in der Forschung zu betätigen, so die Bundeskanzlerin. Das schaffe ein gutes Fundament, um in der Spitzenforschung weltweit mit dabei zu sein. Es sei notwendig, diesen jungen Menschen auch eine Perspektive zu bieten. "Nur wenn das Talent auch gefördert wird, wenn es gute Hochschulausbildung gibt, wenn es eine stabile Forschungslandschaft gibt, dann kann daraus etwas werden". Auf die Frage nach Perspektiven könne man eine gute Antwort geben. Dadurch dass Deutschland jetzt drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung ausgebe, habe man auch stabile Rahmenbedingungen. Sie wolle den "Jugend forscht"-Teilnehmern mit auf den Weg geben, dass sie in Deutschland viele Chancen hätten, ihre Forschertalente gut auszubilden.

Wenn Deutschland viertstärkste Wirtschaftsnation der Welt bleiben wolle, brauche es viele Menschen, die Dinge erforschten und entwickelten und dann auch produzierten, "die andere nicht können", betont Merkel. Deshalb seien "Neugierde und Talent natürlich etwas, was wir sehr fördern". Dabei gelte es, früh anzufangen. Die Bundeskanzlerin erinnert an das Sprichwort: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Kinder seien sehr früh begeistert. Initiativen wie "Haus der kleinen Forscher" begännen bereits in den Kindergärten, Kinder neugierig zu machen. "Und diese Neugierde ist eigentlich die beste Grundlage, um dann auch später interessiert zu sein", sagt Merkel.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 13.09.2014