Flucht und Migration / Forschung

Uni Bochum startet Projekt zur Integration auf dem Arbeitsmarkt

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Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund steht im Fokus eines neuen Projektes von Arbeitswissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum, das im August startet. Ausgehend von der These, dass Integration nur gelingen kann, wenn die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, erarbeiten die Forscher bis Dezember 2014 konkrete Handlungsempfehlungen.

Das Projekt "TransVer-Offensive" (Transkulturell kompetente Vernetzungs-Offensive) ist bewusst als enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis angelegt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Heiner Minssen (Lehrstuhl für Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung) kooperieren Wissenschaftler der RUB mit Praktikern aus NRW (RevierRessourcen, futureorg Institut, Synergie Köln e.V. und bkp Gbr.). Das Projekt wird mit 1,2 Mio. Euro aus Mitteln des ESF und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert.

Begegnungsräume schaffen, Dialog fördern

In fünf Teilprojekten nehmen die Partner die sogenannten Matchingprozesse zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und Organisationen in den Blick und setzen an den Schnittstellen an. Ziel ist, Vorurteile und Barrieren abzubauen und nicht genutzte Ressourcen zu aktivieren. Dabei entwickeln und erproben die Forscher eine ganze Reihe von Maßnahmen, um den Dialog zu ermöglichen und alle Beteiligten für die Thematik "Vielfalt in Organisationen" zu öffnen und zu sensibilisieren: Sie schaffen Begegnungsräume in Form von Workshops mit gemeinsamen Lernerfahrungen; sie unterstützen die Netzwerkbildung und Dialogfähigkeit der Akteure, verbessern Beratung und Qualifikationen sowohl von Einzelnen wie auch von ganzen Organisationen, z.B. Unternehmen und Verwaltungen. Zukunftsszenarien und Erfolgsgeschichten berichten begleitend von den Möglichkeiten und begehbaren Wegen, die als "Good Practices" richtungweisend sein können.

Quelle: Ruhr-Universitaet Bochum

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