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Das Bildungs- und Forschungsjahr 2016 in Zahlen

Eine Lupe vergrößert eine Statistik
Bild: © Eisenhans - Fotolia.com

Welche Investitionen wurden 2016 in Bildung und Forschung getätigt? Welche Ergebnisse brachten die unterschiedlichen Förderprogramme? In welchen Sektoren wurden Forschungsinitiativen, Kooperationspartnerschaften und neue Förderprogramme geschaffen? Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fasst seine Initiativen aus dem Jahr 2016 in Zahlen zusammen.

Eine Auswahl relevanter Zahlen aus dem Bildungs- und Forschungsjahr 2016 des BMBF:

  • 125.000 begabte Fachkräfte wurden in den letzten 25 Jahren mit Hilfe des Weiterbildungsstipendiums dabei unterstützt, sich weiter zu qualifizieren. Das Stipendium kann für berufsbezogene Weiterbildung eigener Wahl genutzt werden. Ab 2017 werden die Förderleistungen für das Weiterbildungsstipendium deutlich erhöht. Die maximale Förderhöhe steigt von aktuell 6000 Euro auf 7200 Euro. Das ist ein Plus von 20 Prozent.
  • 790.000 Kinder bekommen im laufenden Schuljahr in der ersten Klasse ein "Lesestart"-Set. Die Sets enthalten ein speziell konzipiertes, altersgerechtes Buch für Kinder sowie einen mehrsprachigen Vorlese-Ratgeber für Eltern. Mithilfe des kostenlosen Sets soll das Vorlesen und Lesen im Familienalltag stärker verankert werden. Das Leseförderprogramm "Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen" wird vom BMBF finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Seit 2011 wurden so mehr als drei Millionen Sets in Kinderarztpraxen, Bibliotheken und Grundschulen verteilt. Eigene Lesestart-Sets erhielten auch Flüchtlingskinder in Erstaufnahmeeinrichtungen.
  • 156 Hochschulen deutschlandweit erhalten zwischen 2016 und 2020 insgesamt 820 Millionen Euro Fördermittel zur Verbesserung von Studienbedingungen und Lehrqualität. Bund und Länder haben dafür 2010 den Qualitätspakt Lehre ins Leben gerufen, der die Hochschulen bei der besseren Betreuung ihrer Studentinnen und Studenten fördert. In diesem Jahr hat die zweite Phase des Qualitätspakts begonnen.
  • 735 Euro im Monat bekommen seit dem laufenden Wintersemester Studierende, die mit dem Höchstsatz des BAföG gefördert werden. Die Bedarfssätze und die Einkommensfreibeträge sind um sieben Prozent gestiegen, Wohnzuschläge sowie Kinderbetreuungszuschläge wurden ebenfalls deutlich angehoben. Der Kreis der BAföG-Empfänger in Schule oder Hochschule wird durch die Reform erheblich vergrößert. Bereits seit 2015 trägt der Bund die Finanzierung des BAföG vollständig und entlastet so die Länder.
  • 3000 Betriebe wurden 2016 im Auftrag des BMBF erstmals dazu befragt, welche Rolle die Digitalisierung für sie in der Ausbildung spielt. Ein Ergebnis: In den kommenden drei Jahren sieht die Mehrzahl der Betriebe bei allen betrieblichen Tätigkeiten einen weiteren Bedeutungszuwachs digitaler Geräte. Entsprechend muss auch die Berufsbildung modifiziert werden. Deshalb fördert das BMBF die Entwicklung einer "Berufsbildung 4.0" - so werden zum Beispiel Ausbilderinnen und Ausbilder im Einsatz digitaler Medien geschult, überbetriebliche Ausbildungsstätten mit digitaler Infrastruktur wie 3D-Druckern oder Assistenzrobotern ausgestattet und Ausbildungsinhalte daraufhin untersucht, wie sie für die neuen Anforderungen von Digitalisierung und Industrie 4.0 angepasst werden müssen.
  • 4000 Plätze für die sprachliche und fachliche Studienvorbereitung von Flüchtlingen sind in diesem Jahr an 170 Hochschulen und Studienkollegs bundesweit geschaffen worden. Die Plätze werden über das Programm "Integra" des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gefördert und vom BMBF finanziert. "Integra" ist der zentrale Baustein des BMBF-Maßnahmenpakets, mit dem der Bund den Zugang studierfähiger Flüchtlinge zu einem Studium in Deutschland unterstützt.
  • Bei 1,9 Millionen beruflichen Aufstiegen hat das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), auch Meister-BAföG genannt, seit Bestehen 1996 bereits geholfen. Zum 1. August wurde die Förderung weiter verbessert: Der einkommensunabhängige maximale Beitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten ist von 10.226 Euro auf 15.000 Euro gestiegen. Weitere Fördersätze, Freibeträge und Zuschussanteile wurden ebenfalls erhöht. Neu beginnen kann eine geförderte Aufstiegsfortbildung erstmals auch, wer bereits einen Bachelorabschluss hat oder wer ohne Erstausbildungsabschluss - etwa als Studienabbrecher oder Abiturient mit Berufspraxis - zur Prüfung oder Fachschule zugelassen wird. Mit der Novelle wurde aus dem Meister-BAföG das moderne Aufstiegs-BAföG.

Mehr Zahlen und weiterführende Informationen unter: www.bmbf.de

Quelle: BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 29.12.2016

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