Kindertagesbetreuung / Forschung

Arbeitsfeld Kita empirisch untersucht: Forschungsprojekte präsentierten Ergebnisse

Ein Erzieher hilft den Kindern beim Früshtücken.
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16 Forschungsverbünde an 18 Universitäten, acht Hochschulen und drei Forschungseinrichtungen haben Qualifizierungswege, Berufseinstieg, Arbeitsbedingungen und Tätigkeiten des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen untersucht.

Sie wurden zwischen 2011 und 2014 im Rahmen der Förderlinie „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (AWiFF) mit insgesamt 7,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Am 16. Mai stellten sie ihre Ergebnisse in der Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung in Berlin vor.

„Über 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter 43 Promovierende, waren an den Projekten beteiligt und haben einen wichtigen Beitrag zur empirischen Bildungsforschung im Bereich Frühpädagogik geleistet“, so Antje Scharsich, Leiterin des Referats Frühe und allgemeine Bildung am BMBF, bei ihrer Begrüßung. Die Ergebnisse liefern einen breiten Überblick über das Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen. Dieses hat sich mit rund 444.000 Fachkräften zum größten Dienstleistungssektor in Deutschland entwickelt und befindet sich gegenwärtig durch den Ausbau des Betreuungsplatzangebots für Kinder in den ersten drei Lebensjahren in enormem Wandel. Frühe Bildung anzuregen und im Sinne von Inklusion allen Kindern gerechte Bildungschancen zu ermöglichen, stellt frühpädagogische Fachkräfte vor neue Herausforderungen. Als Schlüssel zu Qualität in der Kita stehen sie im Fokus der Forschungsprojekte.

Die Forschungsförderung zur „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (AWiFF) schließt inhaltlich an die „Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (WiFF) an. Die WiFF wurde vom BMBF und der Robert Bosch Stiftung initiiert und wird seit 2009 am Deutschen Jugendinstitut (DJI) durchgeführt. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist, die Elementarpädagogik als Basis des Bildungssystems zu stärken. Dafür muss die Qualität der pädagogischen Arbeit weiterentwickelt werden.
WiFF stellt Fachwissen zu aktuellen Themen der Frühpädagogik zur Verfügung, fördert die kompetenzorientierte Weiterbildung und beobachtet und analysiert den Prozess der Professionalisierung im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen. Als Teil der nationalen Qualifizierungsoffensive „Aufstieg durch Bildung“ engagiert sich das Projekt darüber hinaus für eine bessere Verzahnung von beruflich und hochschulisch erworbenen Kompetenzen. WiFF wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Weitere Informationen unter www.weiterbildungsinitiative.de

Quelle: Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) vom 20.5.2014

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