Qualifizierung / Digitalisierung und Medien

„Soziale Arbeit 4.0“ – Hybride Fachveranstaltung im Oktober in Saarlouis

Eine junge Frau sitzt draußen und arbeitet an ihrem Laptop, auf dem Tisch steht eine Kanne und eine Tasse
Bild: Anete Lusina - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Gerade durch die Corona-Pandemie muss erkannt werden, wie wichtig auch die neue „Soziale Arbeit 4.0“ für die Profession Soziale Arbeit, aber auch für die Gesellschaft wird. Durch den Ansatz „Soziale Arbeit 4.0.“ rückt auch die Bildung, wie bereits in den Ursprüngen der Sozialen Arbeit, wieder in den Fokus. Am 9. und 10. Oktober findet in Saarlouis eine hybride Fachveranstaltung (vor Ort und digitale Teilnahme per Videokonferenz) zu diesem Thema statt.

Digitalisierung und Robotik in unserer Gesellschaft ist gleichzeitig als „Fluch und Segen“ anzusehen. Einerseits kann sich Gesellschaft einer Entwicklung in die Zukunft nicht verwehren, andererseits muss Gesellschaft auch die Gefahren berücksichtigen, die daraus erfolgen können. Ein naives Herangehen an die Digitalisierung kann nicht kalkulierbare Folgen mit sich bringen.

Neue Gesellschaftsmodelle müssen entwickelt werden, in denen Gerechtigkeit und Solidarität eine bedeutendere Rolle erhalten als in der letzten Zeit.

Der Einsatz von Assistenzsystemen im Rahmen der Digitalisierung muss intensiv geprüft werden, da diese auch als Kontrollsysteme benutzt werden können und es bedarf daher einer entsprechenden Regulierung. Auch die Robotik ist genau zu betrachten und das Pro und Conra abzuwägen. In diesem Zusammenhang muss beachtet werden, dass aufgrund von Digitalisierungsprozessen erhobene Daten möglicherweise auch fremd genutzt werden, da die Professionsangehörigen im digitalen Zeitalter nur noch Nutzer nicht aber mehr Kontrolleure der benutzten Datensysteme sind.

Soziale Arbeit wird durch die Digitalisierung gleich mehrfach betroffen. Einerseits betrifft es die Profession im beruflichen Handeln und andererseits ist sie im gesellschaftlichen Kontext damit konfrontiert. Durch die „Digitalisierung“ bekommt die Berufsethik eine noch stärkere Bedeutung, sich ethisch mit dem Thema „Digitalisierung“ zu beschäftigen und eine Haltung zu entwickeln.

Auch aus der internationalen Definition der „Sozialen Arbeit“ heraus ergeht an die Profession der Auftrag, sich intensiv in die gesellschaftliche Diskussion einzumischen und die dort vorgegebenen Haltungsfragen zu thematisieren. Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession ist daher gefordert sich dem Thema Digitalisierung zu stellen, eine Agenda zu entwickeln und die immer wiederkehrenden Ansprüche an die Profession zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten.

Mit der hybriden Fachveranstaltung „Soziale Arbeit 4.0“ (Digitalisierung und Robotik in der Sozialen Arbeit) am 9. und 10. Oktober findet in Saarlouis wollen die Veranstalter/-innen einen Einstieg in den Diskurs und die Debatte finden.

Informationen zur Fachveranstaltung

Veranstalter sind der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) – Ethikkommission, Vereinigung der Profession Soziale Arbeit e.V. – deutschsprachiger Raum (VPSA); sowie der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. – Landesverband Saar – (DBSH).

Weitere Infos zur Veranstaltung finden sich auf der Webseite des DBSH Landesverband Saar.

Es ist nur eine begrenzte Teilnahme vor Ort sowie digital möglich. Wer digital per Videoübertragung teilnehmen möchten, erhält im Vorfeld einen entsprechenden Zugang.

Für die Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung notwendig: office@DontReadMemichael-leinenbach.de

Quelle: Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. – Landesverband Saar vom 30.07.2020

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