Qualifizierung / Kinder- und Jugendarbeit

Rolle vorwärts – Geschlechtersensible Bildung beginnt im Kopf

Das Bild zeigt zwei Puppen, die ein Geschwisterpaar darstellen.

Im Programm "Rolle vorwärts – hin zu geschlechtersensibler Bildung" erhalten Pädagoginnen und Pädagogen in Rheinland-Pfalz in regionalen Werkstätten neue Impulse und praktische Tipps für ihre Arbeit.

Jungs sind wild und laut – und Mädchen brav und leise? Vorstellungen von Geschlechterrollen prägen unsere Gesellschaft und auch den pädagogischen Alltag in Kitas und Schulen. Doch um die Stärken, Interessen und Bedürfnisse von Jungen und Mädchen individuell in den Blick zu nehmen, ist ein bewusster Umgang mit Rollenbildern wichtig. Im Programm Rolle vorwärts – hin zu geschlechtersensibler Bildung erhalten Pädagoginnen und Pädagogen in regionalen Werkstätten neue Impulse und praktische Tipps für ihre Arbeit.

Die erste Regionalwerkstatt stand unter dem Motto "Geschlechtersensible Bildung beginnt im Kopf!". Das Veranstaltungsprogramm, eine Mischung aus fachlichem Input, Einblicken in gelungene Praxis und praktischen Übungen, kam bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Region Trier gut an. Referentin Prof. Dr. Margitta Kunert-Zier von der Frankfurt University Of Applied Science erläuterte im Auftaktvortrag die Rolle von Geschlecht auf die Sozialisation und Entwicklung von Jungen und Mädchen. "Genderbewusste Bildung beginnt im Kopf" war das Thema des Inputs von Erwin Germscheid von der Fachstelle Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz.

In der anschließenden Arbeitsphase bestand für die Praktikerinnen aus Kita, Schule und Verwaltung die Möglichkeit, das eigene Rollenbewusstsein zu schärfen. "Bestimmte Themen müssen geschlechtsspezifisch angegangen werden, dabei kann geschlechtshomogene Gruppenarbeit von Vorteil sein.", fasst eine Teilnehmerin die Ergebnisse des Workshops zusammen. Ein anderer mahnt: "Wenn alle gleich behandelt werden, wird die Verschiedenheit der Einzelnen nicht anerkannt".
Am Nachmittag wurde ein Praxisbeispiel aus dem Vorgängerprogramm Junge Junge in den Blick genommen. Was hat die Kita Spatzennetz in Trier bereits für gendersensible Bildung getan? Wie kann man dieses Wissen in die Breite tragen?
An diesen Fragen wird in der nächsten Regionalwerkstatt im Juni 2015 weiter gearbeitet. "Spielen alle Jungen in der Kita gerne Ritter und Pirat? – Geschlechtersensible Praxis gestalten" wird dann zum Thema.

Programm im Überblick

  • Wann? 2014 bis 2015
  • Für wen? Pädagoginnen und Pädagogen aus Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen, Vertreterinnen und Vertreter von Trägern der pädagogischen Einrichtungen, Jugendämtern, Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und ADD
  • Wo? Region Trier, Rheinland-Pfalz
  • Wirkt wie? Bei einem Fachsalon und in regionalen Werkstätten setzen sich die Pädagoginnen und Pädagogen mit ihrer eigenen Haltung und ihren Rollenbildern auseinander. Dabei lernen sie Konzepte für eine geschlechtersensible Bildung kennen und entwickeln konkrete Ansätze, um die individuelle Entwicklung von Mädchen und Jungen zu fördern.
  • Partner: Nikolaus Koch Stiftung

Kontakt

Ansprechpartner der Regionalstelle Rheinland-Pfalz, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung unter: www.dkjs.de/themen/alle-programme/rolle-vorwaerts/

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung vom 25.03.2015