Qualifizierung

Neuer Masterstudiengang „Soziale Arbeit: Diversität gestalten“

Sieben Personen stehen für ein Gruppenfoto nebeneinander, im Hintergrund ist eine große Oinnwand zu sehen
Bild: rawpixel.com

Die Hochschule Landshut bietet zum Wintersemester den neuen Masterstudiengang „Soziale Arbeit: Diversität gestalten“ an. Dort sollen vor allem Führungskräfte ausgebildet werden, die in sozialen Institutionen, Wohlfahrtsverbänden und Kommunen Konzepte entwickeln und umsetzen, damit Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und kulturellen Kontexten gut miteinander leben und arbeiten können.

„Der Personalbedarf in der Sozialen Arbeit steigt kontinuierlich, weil Globalisierung und Zuwanderung unsere Gesellschaft immer vielfältiger, aber auch komplexer machen“, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. Mihri Özdogan. Dabei bleiben gesellschaftliche Probleme nicht aus: Laut Özdogan geht die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt mit sozialer Ungleichheit und mit allmählicher Erosion des Miteinanders einher. „Weil damit eine Spaltung der Gesellschaft droht, befassen wir uns mit der Frage, wie es um den sozialen Zusammenhalt steht und wie er beeinflusst wird.“

Absolventen sollen Fachkräfte-Lücke schließen

Die Absolventen des neuen Studiengangs sollen Antworten darauf geben können und in der Berufswelt der Sozialen Arbeit die passenden Projekte entwickeln, implementieren und leiten. „Dafür wird in der Praxis bisher noch zu häufig auf fachfremde Arbeitskräfte zurückgegriffen“, sagt Özdogan. „Unsere Experten sollen diese Lücke schließen.“

Zentrale Aufgabe der Fachkräfte in der Sozialen Arbeit ist es, Konzepte und Projekte zu erarbeiten, die gesellschaftliche, kulturelle sowie politische Teilhabe und Bildung für alle Menschen möglich machen, um damit Chancengleichheit herzustellen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Kultur und Gesundheitszustand. „Vielfalt muss aber nicht unbedingt den Verlust des gesellschaftlichen Zusammenhalts bedeuten“, erklärt Özdogan. „Doch man muss Profis ranlassen, die etwas dafür tun.“

Studium mit vielen internationalen Kontakten

Damit die Landshuter Absolventen das können, befassen sie sich in dem Masterstudiengang unter anderem mit der Theorie von Diversität, sozialer Ungleichheit, sozialem Wandel, Sozialpolitik und Teilhabe. Projektmanagement (Akquise und Finanzierung sozialer Dienste, Konzeption von Anträgen, Leitung) und fundiertes forschungsmethodisches Wissen in Bezug auf Evaluation und  Dokumentation bilden die weiteren Inhalte der Ausbildung. Außerdem knüpfen die Studierenden viele internationale Kontakte.

Der Masterstudiengang ist auf drei Semester ausgelegt (Erwerb von 90 Credit Points nach dem europäischen Studienleistungssystem ECTS) und richtet sich an Hochschulabsolventen der Sozialen Arbeit oder vergleichbarer Studiengänge. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt und Bewerber müssen bis zum Semesterstart mindestens 210 ECTS-Punkte vorweisen.

Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester läuft noch bis 15. Juli.

Quelle: Hochschule Landshut - Hochschule für angewandte Wissenschaften vom 21.06.2018

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