Qualifizierung / Bildungspolitik

Neuer Ausbildungsweg für Erzieherinnen und Erzieher in NRW

Zwei Kinder spielen mit ihrer Erzieherin.
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Die Landesregierung arbeitet an der Stärkung und Modernisierung der beruflichen Bildung in Nordrhein-Westfalen: Neue Berufe und neue Ausbildungsmöglichkeiten sind durch eine Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung in Nordrhein-Westfalen entstanden, die vom Ausschuss für Schule und Bildung in der vergangenen Woche beschlossen wurden.

Schulministerin Gebauer: „Die Landesregierung arbeitet intensiv an der Stärkung und Modernisierung der beruflichen Bildung in Nordrhein-Westfalen. Dazu zählt auch, die Ausbildungs- und Prüfungsordnung als Grundgerüst des Bildungsgangs einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Das haben wir getan und ich freue mich, dass der Schulausschuss grünes Licht für Neuerungen gegeben hat, mit denen wir die Qualifizierung an den Berufskollegs auf die Höhe der Zeit bringen."

Neuer Ausbildungsweg für Erzieherinnen und Erzieher

Die praxisintegrierte Form („dualisierte Form“) zum Abschluss als Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in) ist nun eigenständig als neuer Ausbildungsweg geregelt. Dieser sieht vor, dass die Theorie- und Praxisanteile anders als bei der bisherigen Organisationsform über alle drei Jahre hinweg gleichmäßig verteilt werden. Zudem werden die Praxisanteile durch vertragliche Regelungen zwischen den zukünftigen Erzieherinnen und Erziehern sowie den Trägern der jeweiligen Ausbildungseinrichtungen erhöht. Mit Aufnahme in die Ausbildungs- und Prüfungsordnung kann die Ausbildung nun regulär an den Berufskollegs erfolgen.

Berufliches Gymnasium für Ingenieurwissenschaften

Dieses neue Abiturangebot bereitet gezielt auf eine Karriere in technischen Berufen über Ausbildung oder Studium im Ingenieurbereich vor. In den letzten Jahren war an zehn Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen erfolgreich erprobt worden, wie sich in einem neuen Zweig des Beruflichen Gymnasiums Schülerinnen und Schüler frühzeitig im technischen Berufsfeld qualifizieren können. Innerhalb von drei Jahren erwerben die Schülerinnen und Schüler sowohl die allgemeine Hochschulreife als auch berufliche Kenntnisse. Im Mittelpunkt des ingenieurwissenschaftlichen Bildungsgangs stehen die Fächer Mathematik, Informatik, Physik und das Leistungskursfach Ingenieurwissenschaften. Das Berufliche Gymnasium für Ingenieurwissenschaften kann durch die Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung zukünftig von Berufskollegs in ganz Nordrhein-Westfalen angeboten werden.

Attraktivität von Ausbildungsgängen erhöhen

„Diese zwei Beispiele zeigen, dass die Landesregierung die berufliche Bildung als ein Kernelement der Bildungspolitik betrachtet und fortlaufend modernisiert. Wir wollen die Attraktivität von Ausbildungsgängen erhöhen, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und neue Zugänge zu modernen Berufsfeldern ermöglichen. Genau darum gehen wir bei der Stärkung der beruflichen Bildung sorgfältig und systematisch vor“, so Ministerin Gebauer abschließend.
 
Alle aktuellen Änderungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Berufskolleg (PDF, 1,7 MB) sind online einzusehen.

Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 27.11.2018

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