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Qualifizierung

Mehr Auszubildende in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen

Füng junge Erwachsene sitzen zusammen und lernen.
Bild: © Christian Schwier - Fotolia.com

Rund 360.000 Schülerinnen und Schüler befinden sich in Deutschland derzeit in einer beruflichen Ausbildung im Bereich der Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe. Von 2007/08 bis 2013/14 ist die Auszubildendenzahl in diesem Bereich deutlich angestiegen.

Neben rund 1,4 Millionen Jugendlichen im dualen System befinden sich derzeit in Deutschland rund 450.000 Schüler/-innen in einer beruflichen Ausbildung außerhalb von Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO), davon allein rund 360.000 im Bereich der Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe. Eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) weist kontinuierlich steigende Schüler/-innenzahlen in diesem Bereich und rückläufige Zahlen in den übrigen vollzeitschulischen Ausbildungsgängen nach. So sind die Auszubildendenzahlen in bundesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufen von 2007/08 bis 2013/14 um gut 11 %, in landesrechtlich geregelten Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen sogar um rund 38 % angestiegen.

Die BIBB-Studie zeigt aktuelle Entwicklungen bei den vollzeitschulischen Ausbildungsgängen auf und liefert mit Blick auf unterschiedliche Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten eine Systematisierung dieses sehr vielfältigen Bereichs.

Das Spektrum der vollzeitschulischen Ausbildungsangebote ist breit, die Schüler/-innenzahlen variieren stark je nach Ausbildungsgang. Die BIBB-Studie gibt einen Überblick über die Vielzahl der beruflichen Abschlüsse an Vollzeitschulen und analysiert die Entwicklung der Schüler/-innenzahlen sowie wichtige strukturelle Entwicklungen auf Einzelberufsebene. Die Analysen erfolgen differenziert nach vier Bereichen:

  • Unter den landesrechtlich geregelten Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen sind die Ausbildungsgänge mit den Abschlüssen Erzieher/-in, Altenpflegehelfer/-in, Sozialassistent/-in sowie Kinderpfleger/-in stark vertreten. Die Zahl der Schüler/-innen ist im Vergleich zu 2007/08 um rund 38% auf rund 160.000 im Schuljahr 2013/14 gestiegen.
  • Zu den bundesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufen zählen insbesondere die drei Pflegeberufe (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege), die Therapieberufe (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie) und die Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/-in. Auch hier steigen die Schüler/-innenzahlen insgesamt kontinuierlich: Mit rund 200.000 im Schuljahr 2013/14 gibt es hier ein Plus von mehr als 11% im Vergleich zum Schuljahr 2007/2008.
  • Allerdings zeigen sich auf Einzelberufsebene unterschiedliche Entwicklungen. So steigen die Schüler/-innenzahlen beispielsweise bei den Pflegeberufen, rückläufig sind die Zahlen dagegen unter anderem bei den Ausbildungen zum/zur Pharmazeutisch-technischen Assistent/-in und Diätassistent/-in.

Die gestiegene Schülerzahl ist insbesondere vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs im Gesundheitssektor zu sehen. So war - nach Angaben des Statistischen Bundesamtes - zum 31. Dezember 2012 etwa jeder achte Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Die Beschäftigtenzahl ist seit dem ersten Berechnungsjahr 2000 um 22,6 % auf 5,2 Millionen gestiegen. Die Zahl der Arbeitsplätze wuchs im Gesundheitswesen somit wesentlich stärker als in der Gesamtwirtschaft.

Das Wissenschaftliche Diskussionspapier "(Vollzeit-)Schulische Ausbildungsgänge mit einem beruflichen Abschluss gemäß und außerhalb BBiG/HwO - Vertiefende Analysen der Entwicklungen in Deutschland" steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter. www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/id/7661

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom 17.06.2015

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