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Qualifizierung / Kinderschutz

Kinderschutz-Zentren rufen Sommerhochschule ins Leben

Eine Mutter sitzt mit ihrere Tochter im Beratungsgespräch mit einer anderen Frau.
Bild: © Africa Studio - fotolia.com

Kinderschutz ist ein sehr verantwortungsvolles Arbeitsfeld in der Sozialen Arbeit. Dafür werden gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Aber zu wenig Studierende sind auf die vielfältigen Anforderungen vorbereitet.

Kinderschutz ist ein sehr verantwortungsvolles und vielfältiges Arbeitsfeld in der Sozialen Arbeit. Dafür werden gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Aber zu wenig Studierende wissen um die sehr unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche, und Berufsanfänger sind oft nicht ausreichend auf diese vorbereitet. Die Kinderschutz-Zentren wollen diese Lücke schließen und haben die Sommerhochschule ins Leben gerufen. Sie findet vom 4. bis 6. September erstmalig statt, Kooperationspartner und Ausrichter ist die Fachhochschule Münster, unterstützt vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster.

Die Sommerhochschule bietet Studierenden der Sozialen Arbeit, der Psychologie sowie pädagogischer und sozialwissenschaftlicher Studiengänge in der vorlesungsfreien Zeit ein dreitägiges Symposium aus Vorlesungen, Workshops und Hospitationen an. Die zukünftigen Fachkräfte der Sozialen Arbeit haben so die Chance, mit Wissenschaftlern und Experten aus der Praxis intensiv zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen. Einen Tag lang hospitieren sie in Kinderschutz-Zentren, in Erziehungs- und Familienberatungsstellen, in kindertherapeutischen Einrichtungen, in der Forensik, im Amtsgericht und Jugendamt. So erhalten sie einen Einblick in ihr zukünftiges Arbeitsfeld.

„Das innovative Konzept stärkt den Transfer zwischen Wissenschaft, Lehre und Praxis. Die potentiellen Fachkräfte von morgen sollen so optimal auf die Anforderungen im Kinderschutz vorbereitet werden“, meint Stefan Heinitz, Fachreferent der Kinderschutz-Zentren und einer der Hauptinitiatoren.

Prof. Dr. Reinhold Schone vom Fachbereich Sozialwesen der FH Münster, sieht die Sommerhochschule vor allem als Ort des gemeinsamen Lernens und Forschens, „und zwar von Menschen, die sich zwar alle mit Kinderschutz und Jugendhilfe beschäftigen, aber sonst nicht zusammenkommen.“ Das könne für den Austausch nur produktiv sein, so der Hochschullehrer für Jugendhilfeplanung. Unterstützt würde der Austausch sicher auch durch das Rahmenprogramm und die damit verbundenen gemeinsamen Erlebnisse in der Studentenstadt.

250 Studierende von nationalen wie internationalen Hochschulen werden teilnehmen, dazu kommen Mediziner, Therapeuten, Psychologen, Pädagogen und Hochschulprofessoren. Neben Professor Schone sind als Referenten u.a. dabei: Prof. Dr. Christian Schrapper, Prof. Ulrike Urban-Stahl und der emeritierte Prof. Reinhart Wolff. Er gilt als Mitbegründer der Kinderschutz-Zentren und des hilfeorientierten Kinderschutzes. Ulrike Urban Stahl lehrt Sozialpädagogik an der Freien Universität Berlin. Sie leitet aktuell ein Forschungsprojekt zum Thema Hausbesuche. Christian Schrapper ist Professor für Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. mit Fragen der Qualitätsentwicklung und der Kooperation im Kinderschutz.

Die „Sommerhochschule 2013 – Handlungsstrategien zum Schutz von Kindern vor Gefahren für ihr Wohl (Kindeswohlgefährdung)“ findet vom 4. bis 6. September an der FH Münster in der Robert-Koch-Straße 30 statt, die Vorträge laufen im Hörsaal der Geologie der WWU Münster in der Robert-Koch-Straße 26 – 28.

Die Teilnahme für die Studierenden ist kostenlos, unter www.kinderschutz-zentren.org sind noch Anmeldungen möglich.

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