Flucht – Migration – Männlichkeiten

Jahresfachwoche 2021 „Geflüchtete Jungen* schützen“

Symbolbild: Fachkräfte sitzen zu einem Gespräch zusammen.
Bild: LAG Jungenarbeit NRW

Eine Diskussion zur Frage „Wer schützt wen?“, die Filmvorführung „Wir sind jetzt hier“, verschiedene Praxis-Workshops, ein Input zum Thema „Schutzkonzepte“ und ein Vortrag von Prof. Dr. Paul Mecheril: Vom 25. bis zum 29. Oktober 2021 veranstaltet die LAG Jungenarbeit NRW die Jahresfachwoche „Geflüchtete Jungen* schützen" im Projekt „Irgendwie hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“.

Die Jahresfachtagung 2021 findet an fünf Vormittagen digital statt, wobei die einzelnen Veranstaltungen individuell buchbar sind – die Teilnehmenden wählen ihre Zeit, ihren Umfang, ihren Fokus.

Perspektiven, Bedarfe, Haltungen und mögliche Fallstricke

Unter dem Wochentitel „Geflüchtete Jungen* schützen“ geht es am Montag, 25.10.2021, zunächst um die Frage, die dem Thema der Jahresfachwoche zugrunde liegt: „Wer schützt hier wen wie vor was?“. Ingvar Hornung (Vorstand der LAG Jungenarbeit NRW) wird sich in seinem Impuls der Frage widmen „Was kann, was muss, was sollte gelingender Schutz im Kontext von Flucht und Geschlecht bedeuten?“ und den Blick auf Perspektiven, Bedarfe, Haltungen und mögliche Fallstricke werfen.

Filmvorführung: Geflüchtete junge Männer* erzählen

Am Dienstag, 26.10.2021, nutzt die LAG Jungenarbeit NRW die Optionen digitaler Bildung für eine gemeinsame Filmvorführung und wird anschließend mit den Macher*innen von „Wir sind jetzt hier!“ besprechen, welche Schutzbedarfe geflüchtete junge Männer* mitteilen. In diesem Film von Niklas Schenck und Ronja von Wurmb-Seibel erzählen sieben junge Männer vom Ankommen in Deutschland – von lustigen und beglückenden Momenten und von Momenten tiefster Verzweiflung, von ihren Ängsten und wie sie mit ihnen umgegangen sind.

Einblicke in die Praxis

Einblicke in die Praxis unterschiedlicher Handlungsfelder der Arbeit mit geflüchteten Jungen* gibt es am Mittwoch, 27.10.2021: „Welche Unterstützungen erhalten geflüchtete Jungen*? Was trägt zu ihrem Schutz bei und wo gibt es Defizite und Leerstellen?“ In 3 alternativen Workshops gibt es die Gelegenheit näher miteinander in Kontakt zu kommen und Erfahrungen aus der eigenen Arbeit zu teilen.

Schutzkonzepten und Handlungsempfehlungen

Am Donnerstag, 28.10.2021, richtet sich der Blick auf Institutionalisierten Schutz. Dann geht es um die Frage nach den Schutzkonzepten in pädagogischen Einrichtungen und um Handlungsempfehlungen für strukturell abgesicherten Schutz von geflüchteten Jungen*. Olaf Jantz wird in seinem Impuls auf die Besonderheiten in der Konzipierung, Umsetzung und nachhaltigen Verankerung von Schutzkonzepten blicken, die in der Arbeit mit Jungen* und jungen Männern* mit Fluchterfahrungen eine Herausforderung darstellen.

Stand der Dinge – Meinungen, Haltungen und Perspektiven

Der Vortrag „Die Flüchtlingskrise, ihre (jungen) Männer und die Sozialarbeit. Postkolonial inspirierte Überlegungen“ von Prof. Dr. Paul Mecheril und Julian Ibrahim Jusuf rundet am Freitag, 29.10.2021, die Jahresfachwoche im Projekt „Irgendwie hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“ ab. Darin wird es um den Stand der Dinge im Jahr 2021 gehen – Meinungen, Haltungen und Perspektiven sind hier ausdrücklich erwünscht.

Informationen

Alle Veranstaltungen finden vom 25. bis zum 29. Oktober 2021 digital statt und sind einzeln buchbar. Die Fachtagung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Weitere Informationen zum Ablauf, den einzelnen Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Webseite der LAG Jungenarbeit NRW.

CC0 / Public Domain eigene Arbeiten

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