Qualifizierung / Digitalisierung und Medien

Fachtagung zur Digitalisierung von Bildung: Spannung oder Potential in Klassenzimmern und Hörsälen?

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Bild: © Edelweiss - Fotolia.com

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitswelt, Freizeit und Bildung sind noch nicht abzusehen: Sie bleiben ein spannender, aber auch spannungsreicher Prozess. Die Fachtagung "fraMediale 2017" am 29. März widmet sich unter dem Schwerpunkt "Spannung? Potentiale!" der Frage nach den Potentialen zwischen Pädagogik und Technik im Kontext der Digitalisierung von Bildung. Anmeldungen sind bis 27. März möglich.

Die Fachtagung und Medienmesse an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) stellt dabei einen interdisziplinären Ansatz in den Mittelpunkt: Anknüpfend an Spannungen zwischen (digitaler) Technik und (Medien-)Pädagogik sollen Potentiale und Synergien diskutiert werden. Die Referentinnen und Referenten stellen Konzepte, empirische Studien und praktische Erfahrungen des Lehrens und Lernens mit und über digitale Medien in Bildungskontexten vor. An Informationsständen präsentieren sich Schulen, Hochschulen und andere nicht-kommerzielle Medienprojekte.

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung zur Veranstaltung wird bis zum 27. März 2017 unter  www.framediale.de/anmeldung gebeten.

Informationen zum Programm

In drei rahmenden Vorträgen nehmen Prof. Dr. Heidi Schelhowe von der Universität Bremen, Vertr.-Prof. Dr. Thomas Damberger von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Prof. Dr. Peter Purgathofer von der Technischen Universität Wien unterschiedliche Facetten von Spannungen und Potentialen um das Digitale im Bildungskontext in den Blick.
 In elf Workshops erhalten die Teilnehmenden einen praktischen Einblick in Potentiale des Medieneinsatzes und damit Inspiration für ihre eigene Arbeit an Schulen, Hochschulen sowie in der kulturellen und non-formalen Bildung.

"Die fraMediale ist nunmehr seit acht Jahren ein Ort neuer Impulse für die Medienpädagogik in formalen und non-formalen Bildungskontexten sowie die Hochschuldidaktik. Wir erleben vereinzelt bereits Unterricht, der digitale Medien als Gegenstand und Werkzeug in förderlicher Weise einbindet. Leider wird aber über diese positiven Erfahrungen noch zu wenig gesprochen, weswegen Medienkompetenzförderung und der lernförderliche Einsatz von Technik bisher noch nicht in der Breite der institutionellen Bildung angekommen ist. Diesen nachahmenswerten Erfahrungen und weiterführenden Gedanken will die fraMediale daher ein Podium bieten", erklärt Prof. Dr. Thomas Knaus, Wissenschaftlicher Direktor des FTzM, die Motivation für die Initiierung der Fachtagung und Medienmesse. "Schulen und Hochschulen sind die zentralen Orte in unserer Gesellschaft, in der Medienbildung praktiziert und gelebt werden muss, da sie für die Zukunftsfähigkeit der Heranwachsenden von entscheidender Bedeutung ist."

Als überregionale Plattform zur Vernetzung von Lehrenden, Forschenden, Medienpädagoginnen und Medienpädagogen sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern schlägt die fraMediale eine Brücke zwischen medienpädagogischer Forschung und der Medienbildungspraxis an Schulen und Hochschulen. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende, Forschende, Schulleitungen und Studierende sowie weitere Interessierte. Veranstalter ist das Frankfurter Technologiezentrum [:Medien] (FTzM), ein interdisziplinäres wissenschaftliches Zentrum der Frankfurt UAS. Die "fraMediale 2017" wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und der bundesweiten Initiative "Keine Bildung ohne Medien!" (KBoM!) veranstaltet.

"Keine Bildung ohne Medien!" (KBoM!)

"Bildung in Deutschland muss sich auf das digitale Zeitalter einstellen. Viele politische Initiativen fordern das in letzter Zeit zunehmend. Dazu benötigen wir jedoch Räume, in denen mit Lehrenden, Lernenden und Forschenden diskutiert werden kann, wohin die Reise gehen soll. Die fraMediale bietet eine solche Plattform für den Austausch, daher beteiligt sich die Initiative ‚Keine Bildung ohne Medien‘ auch gerne inhaltlich am umfassenden Workshop- und Vortragsprogramm", so Prof. Dr. Sven Kommer, Sprecher der Initiative KBoM!.

Weitere Infos zu KBoM! unter www.keine-bildung-ohne-medien.de/.

Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)

"Über Bildung in Zeiten von Digitalisierung nachzudenken meint aus Sicht der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) mehr, als die bloße Verwendung von Tablets in Schulklassen zu initiieren oder Kinder und Jugendliche berufsfähig zu machen für die digitalisierte Gesellschaft. Lernen in einer digital vernetzten Welt muss heute mehr denn je bedeuten, Medienkritikfähigkeit zu stärken, medienethische Fragen zu diskutieren und Wissen über und nicht nur mit Medien zu vermitteln. Deshalb unterstützen wir die fraMediale als einen Ort des Austauschs und der gegenseitigen Anregung von schulischer und kultureller Bildung sowie schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit", erklärt Dr. Friederike von Gross, Geschäftsführerin der GMK.

Weitere Infos zur GMK unter http://gmk-net.de

fraMediale-Preis für Best-Practice- oder Zukunftsprojekte

Zum Abschluss der Tagung vergibt das FTzM zum dritten Mal den fraMediale-Preis für Best-Practice- oder Zukunftsprojekte mit digitalen Medien. Die ausgezeichneten Medien-Projekte werden in Videoclips im Rahmen der Preisverleihung vorgestellt. Lehrerinnen, Lehrer, Hochschuldozierende, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende waren dazu aufgerufen, ihre Ideen für den Unterricht einer digitalen Zukunft oder ihre Best-Practice-Konzepte mit digitalen Medien in Lehr- und Lernkontexten einzureichen. Vier Best-Practice- oder Zukunfts-Projekte mit digitalen Medien werden ausgezeichnet: jeweils eines von Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen, von Hochschuldozentinnen und -dozenten, von Schülerinnen und Schülern sowie von Studierenden. In jeder Kategorie wird ein Preis in Höhe von je 1.000 Euro für die Initiierung der Ideen oder die Fortsetzung erprobter Projekte vergeben.

Weitere Infos:www.framediale.de/wettbewerb.

Termin: "fraMediale 2017", Mittwoch, 29.03.2017, 10-18 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main, Gebäude 4

Onlineprogramm:www.framediale.de/programm

Programmflyer (PDF, 922 KB): www.framediale.de/programm2017

Kostenfreie Anmeldung bis zum 27. März 2017

Kontakt

Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurter Technologiezentrum [:Medien]
Prof. Dr. Thomas Knaus und Olga Engel, Telefon: 069/1533-3220; E-Mail: [email protected], Internet: www.ftzm.de

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- vom 26.01.2017

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