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Qualifizierung

Die Zusatzausbildung Informationspädagogik - ein großer Gewinn für das Arbeitsfeld Jugendinformation

Ende Oktober endete der zweite Durchgang der Zusatzausbildung Informationspädagogik. Die Steuergruppe freute sich, zwölf neuen InformationspädagogInnen das Zertifikat für den erfolgreichen Abschluss überreichen zu dürfen.

Zertifikatsübergabe am Ende der Zusatzausbildung

Margot Heinze-Ehrlich (Kursleitung) und Markus Gerstmann (Vertreter der Steuergruppe) übergeben die  Zertifikate an die neuen Absolvent(inn)en


Die Zusatzausbildung wurde ins Leben gerufen, um Fachkräften die speziell nötigen Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln, die sie für ihre Arbeit im Arbeitsfeld Jugendinformation als reale Anlaufstellen vor Ort, virtuelle Informations- und Erstberatungsplattformen oder auch Mischformen aus beidem brauchen. Vermittelt wurden u. a. Grundlagen der Jugendinformation in Deutschland und Europa, Informationsmanagement, Umgang mit Internet und sozialen Medien bei der Informationsvermittlung, zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätsmanagement. Ergänzt wurde die Theorie durch ein ausbildungsbegleitendes Praxisprojekt, in dem die gelernten Inhalte direkt umgesetzt werden konnten.

Mehrwert für das Arbeitsfeld

Die Zusatzausbildung bringt aber nicht nur einen Mehrwert für die einzelnen Teilnehmenden. Von den bisherigen zwei Durchgängen der Zusatzausbildung hat das gesamte Arbeitsfeld profitiert. Die von den Teilnehmenden durchgeführten Projekte waren zum einen maßgeblich verantwortlich für das Entstehen einiger neuer Jugendinformationsdienste, zum anderen boten die Projekte einen guten Rahmen, um innovative Wege der Informationsvermittlung anzudenken und auszuprobieren: in Flörsheim werden zusammen mit Jugendlichen QR-Codes entwickelt, die wichtige Informationen über Orte in der Stadt weitergeben, eine QR-Code-Schnitzeljagd zeigt neu hinzugezogenen Auszubildenden Besonderheiten der Münchner Innenstadt auf, einige Teilnehmenden erkundeten die Möglichkeiten, die Facebook zur Informationsvermittlung und für das Erreichen neuer Zielgruppen bietet, bzw informieren sie Jugendliche über Chancen und Risiken der sozialen Plattformen. Die Projekte werden auch außerhalb der Ausbildungsgruppe im Netzwerk interessiert wahrgenommen und sind Anstoß für andere Informationsdienste.

Perspektiven für Jugendinformation in Deutschland

Zum Ende der Ausbildung formulierten die Teilnehmenden Perspektiven für das Arbeitsfeld Jugendinformation. Sie begrüßen die Vielfalt der Formen und Inhalte von Jugendinformation  und hoffen, dass diese auch weiterhin angeboten und ausgebaut werden können. Sie wünschen sich zukünftige Unterstützung ihrer Arbeit durch ein funktionierendes bundesweites oder sogar länderübergreifendes Netzwerk, in dem sie sich austauschen, Ideen weitertragen und das Arbeitsfeld weiterentwickeln können. Die Verbindung von immer mehr Jugendzentren mit dem Thema Jugendinformation könnte für die Teilnehmenden genauso ein Blick in die Zukunft sein wie eine gesetzlicher Auftrag „Jugendinformation“ oder eine verstärkte Kooperation mit Universitäten und Bildungseinrichtungen.

Perspektiven für die Zusatzausbildung

Die Steuergruppe der Zusatzausbildung, in der neben der koordinierenden Stelle IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit noch weitere Jugendinformationsdienste, Bildungseinrichtungen und das europäische Jugendinformationsnetzwerk ERYICA vertreten sind, würde gerne die Planung für eine dritte Kursreihe beginnen. Dies wird allerdings bisher noch durch fehlende Rahmenbedingungen und einem Mangel an finanziellen Mitteln erschwert. Zum Übergang findet  2011 erstmals der von ERYICA entwickelte Europäische Einführungskurs YIntro in deutscher Sprache statt. Das deutsche und das österreichische Netzwerk bieten diesen Kurs in Kooperation an. Er wird in zwei Teilen durchgeführt: 27. – 30. Juni 2011 in Gauting und 19. – 22. September 2011 in Österreich. Nähere Informationen hierzu wie auch zu den weiteren Planungen hinsichtlich der Zusatzausbildung können im Koordinationsbüro des Jugendinfonetzes erfragt werden ([email protected]) bzw. gibt es im Laufe des Frühjahrs 2011 auf www.jugendinfonetz.de.

Autorin: Heike Voggenthaler, voggenthaler@DontReadMeijab.de

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