Nachhaltigkeit / Ganztagsbildung

Vom Projekt zur Struktur - Länderübergreifende Zusammenarbeit zu BNE

Mädchen und Junge untersuchen Wiese mit Lupe
Bild: © Jacek Chabraszewski - Fotolia.com

Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE soll „vom Projekt zur Struktur“ gebracht werden. Für dieses Ziel haben sich die Länder Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in einem Netzwerk zusammen geschlossen. Engagement Global koordiniert die Zusammenarbeit und unterstützt die Länder bei der Kooperation mit zivilgesellschaftlichen und institutionellen Akteuren.

Die neuen Landeskoordinationen für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) aus den Bundesländern Hamburg, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland kamen vom 12. bis 13. April 2018 in Bonn zusammen. Es war das erste Treffen des Netzwerks. Ziel der Zusammenarbeit ist es, gemeinsam BNE „vom Projekt zur Struktur“ zu bringen – etwa im Rahmen von Länderinitiativen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens „Globale Entwicklung“.

Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE 

Mit der länderübergreifenden Vernetzung der Landeskoordinationen beginnt für die bundesweite Strukturverankerung von BNE in der schulischen Bildung eine neue Etappe: Bei ihrem Treffen in Bonn hatten die Koordinationen die Möglichkeit, sich intensiv auszutauschen und Prioritäten für die länderübergreifende Zusammenarbeit zu vereinbaren. Insofern stellt das Auftakttreffen des Landeskoordinatoren-Netzwerks einen Meilenstein für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE in Deutschland dar.

Quelle: Engagement Global 


Die Landeskoordinationen arbeiten im jeweiligen Bundesland an zentraler Stelle daran, Schülerinnen und Schülern aller Schulformen Perspektiven auf nachhaltige Entwicklung zu eröffnen. Sie bringen ihre Expertise vor allem in die Weiterentwicklung von Rahmenlehrplänen und Schulcurricula, den Ausbau von Qualifizierungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer, die Fortentwicklung von Schulentwicklungsprozessen und BNE in der Unterrichtsentwicklung ein. Die Einrichtung der Stellen wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

Voreiterrolle der Bundesländer 

Die Landeskoordinatorinnen und -koordinatoren verständigten sich darauf, bis Jahresende drei Arbeitstreffen zu den Handlungsfeldern Schulentwicklung, Curricula und Lehrkräfte(fort)bildung durchzuführen. Darüber hinaus soll ein gemeinsames Konzept zu BNE in der Unterrichtsentwicklung erarbeitet werden.

Seitens des BMZ hieß Dr. Claudia Funke-Mandelli die Netzwerkmitglieder der ersten Stunde bei einem abendlichen Empfang willkommen. Sie würdigte die Vorreiterrolle, die die Kultusbehörden in Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Mainz und Saarbrücken durch die rasche Einrichtung zentraler Stellen für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ übernommen haben. Die Leiterin des Fachbereichs Bildungsprogramme und Förderung Inland bei Engagement Global, Anita Reddy, unterstrich den Wunsch, dass das Netzwerk durch die Schaffung von BNE-Koordinationsstellen in weiteren Bundesländern rasch weiter wachsen werde.

Hintergrund 

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Sie qualifiziert bedarfsgerecht, verbindet Menschen und Institutionen miteinander, unterstützt zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.

Quelle: Engagement Global gGmbH vom 24.04.2018 

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