Nachhaltigkeit / Kinder- und Jugendpolitik

UNESCO-Weltkonferenz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung findet in Deutschland statt

Zwei Hände halten einen kleinen Globus
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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung richtet gemeinsam mit der UNESCO vom 2. bis 4. Juni 2020 die Auftaktkonferenz des UNESCO-Programms zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele aus. Das Programm ist auf zehn Jahre angelegt. Ziel der Konferenz ist es, die strategische Ausgestaltung des Programms zu beraten und Maßnahmen zur Umsetzung zu beschließen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Daher hebt das neue UNESCO-Programm „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs (ESD for 2030)“ die Rolle von Bildung in der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hervor.

Themen langfristig in den Bildungsstrukturen verankern

An Hochschulen, Schulen, Kitas und Kommunen, ebenso wie an zahlreichen Orten des informellen Lernens, wächst die Bedeutung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Nicht nur Schülerinnen und Schüler protestieren für mehr Klimaschutz, auch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Ausbildende zeigen großes Interesse an kreativen Ideen und Strategien zur Vermittlung von Nachhaltigkeit. Umso wichtiger ist es, diese Themen langfristig in den Bildungsstrukturen zu verankern und somit verantwortungsbewusstes Denken und Handeln zu ermöglichen. In Deutschland geht die Umsetzung von BNE mit großen Schritten voran, die Wirksamkeit verantwortungsvollen Handelns lässt sich jedoch nur global sicherstellen.

Konferenz zur Ausgestaltung des neuen UNESCO-Programms

Den Auftakt für das auf zehn Jahre angelegte Programm bildet eine von der UNESCO und dem BMBF ausgerichtete Konferenz, die vom 2.-4. Juni 2020 in Berlin stattfinden wird. Zu der dreitägigen Veranstaltung werden etwa 800 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft aus allen UNESCO-Mitgliedstaaten erwartet. Die internationalen Experten werden bei der Konferenz über die strategische Ausgestaltung des neuen UNESCO-Programms beraten und Maßnahmen zur Umsetzung beschließen. Gemeinsam mit der UNESCO freut sich das BMBF, die Auftaktkonferenz in Berlin zu gestalten.

Bildung ist die Grundlage nachhaltigen Handelns

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärte dazu: „Bildung ist die Grundlage nachhaltigen Handelns. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung können wir erreichen, wenn immer mehr Menschen zukunftsfähig denken und handeln. Deshalb ist Bildung für nachhaltige Entwicklung so wichtig. ESD for 2030 bündelt die Kräfte zahlreicher Engagierter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Im Juni 2020 werden wir mit Bildungsvertreterinnen und -vertretern aus der ganzen Welt in Berlin darüber diskutieren, wie wir dieses wichtige Zukunftsprogramm gemeinsam mit Leben füllen. Ich freue mich auf diese Konferenz, denn sie wird die Bedeutung von Nachhaltigkeit ins Zentrum rücken.“

Hintergrund

Unter der Federführung des BMBF hat die Bundesregierung 2017 den Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit konkreten Vorschlägen verabschiedet, wie nachhaltiges Handeln optimal gelernt und strukturell verstetigt werden kann. Ein Ziel des Nationalen Aktionsplans BNE liegt beispielsweise in der Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in den Curricula, Lehrplänen und Ausbildungsordnungen sowie im informellen Lernen. Ein breites Netzwerk an Akteuren arbeitet an der Umsetzung mit: die Nationale Plattform, Fachforen, Partnernetzwerke und ein Jugendforum sind in den politischen Prozess eingebunden.

Weitere Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) finden sich auf der Webseite des BMBF.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 27.06.2019

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