Nachhaltigkeit / Ganztagsbildung

Tagung der UNESCO-Projektschulen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung

Drei Kinder im Grundschulalter schauen sich mit einer Lupe einen Globus an
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Am 4. und 5. November kamen die UNESCO-Projektschulen im Auswärtigen Amt zur Tagung „Bildung ganzheitlich denken: Der Whole-School-Approach als Ressource zur Umsetzung des SDG 4 an UNESCO-Projektschulen“ zusammen. Sie tauschten sich dazu aus, wie sich Bildung für nachhaltige Entwicklung langfristig im Schulalltag verankern lässt.

Auf Einladung des Auswärtigen Amts und der Deutschen UNESCO-Kommission diskutieren die Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Schulkoordinatorinnen und -koordinatoren, wie sie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ganzheitlich und langfristig in ihrem Schulalltag verankern und so zur Umsetzung des Bildungsziels der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der Vereinten Nationen beitragen können. Internationale Gäste wie Professor Charles Hopkins, Inhaber des UNESCO Chair in Reorienting Education towards Sustainability an der York University in Toronto, Kanada, und Cecilia Barbieri, Leiterin der Abteilung Global Citizenship and Peace Education der UNESCO, bereichern den Austausch des deutschen Netzwerks mit globalen Perspektiven.

Bedeutung des Netzwerkes für die Verankerung von BNE in Schulen

„Die deutschen UNESCO-Projektschulen sind ein aktiver Partner im internationalen Netzwerk der UNESCO-Projektschulen. Dass sie jungen Menschen die Ziele der Vereinten Nationen nahebringen und für multilaterale Zusammenarbeit und Verständigung im In- und Ausland werben, ist gerade jetzt von besonders hohem Wert“, betont Irmgard Maria Fellner, Beauftragte für Auswärtige Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, bei der Eröffnung der Tagung.

Walter Hirche, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, hebt die Bedeutung des Netzwerks für die Verankerung von BNE in den Schulen hervor: „Die UNESCO-Projektschulen in Deutschland leisten einen wertvollen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eindrucksvoll verdeutlichen die zahlreichen Praxisbeispiele, dass qualitativ hochwertige, nachhaltige Bildung auf vielfältige Art und Weise gelebt werden kann. Der Schulleitung kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu: Sie kann Räume für Kreativität und gemeinsames Engagement der ganzen Schulgemeinschaft schaffen, um Lösungen für heutige und zukünftige Herausforderungen wie den Klimawandel zu finden.“

Ganzheitlicher Ansatz zur Schulentwicklung

Der Schwerpunkt der Tagung liegt auf dem Whole-School-Approach. Dieser ganzheitliche Ansatz zur Schulentwicklung bindet alle Beteiligten der Schulgemeinschaft in die Umsetzung des BNE-Konzepts ein. In sieben Workshops werden die verschiedenen Dimensionen des Whole-School-Approach behandelt. Anhand von Praxisbeispielen entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam Ideen für die Umsetzung an ihren Schulen.   

Weitere Informationen zur Tagung und zum Programm finden sich auf der Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission.

Hintergrund

Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland besteht aus rund 300 Schulen. Darin sind alle Schultypen und Bundesländer vertreten. Die UNESCO-Projektschulen arbeiten eng zusammen und profitieren vom weltweiten Austausch mit über 11.500 UNESCO-Projektschulen in 182 Ländern. UNESCO-Projektschulen verankern in ihren Schulprofilen und Leitbildern wie auch im Schulalltag und der pädagogischen Arbeit die Ziele und Werte der UNESCO. Schwerpunkte sind Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Interkulturelles Lernen, Welterbe-Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des digitalen Zeitalters.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission vom 04.11.2019