Schleswig-Holstein

Schülerinnen und Schüler können bei „Jugend wird AKTIV“ nachhaltige Projekte in AktivRegionen umsetzen

Zwei Mädchen stehen an der Nordsee auf deiner Schafweide und schauen die Tiere an
Bild: Lars Nissen Photoart - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Für das neue Kooperationsprojekt „Jugend wird AKTIV“ stehen in den kommenden drei Jahren etwa 213.000 EUR zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler der neunten bis elften Schulklassen sollen in Projektwochen eigene Ideen zur nachhaltigen Gestaltung der AktivRegion umsetzen, in der sie leben.

Das Projekt baut auf dem bereits laufenden Projekt „Jugend gestaltet nachhaltige Zukunft“ auf, das bereits seit 2018 in 16 AktivRegionen umgesetzt wird. Bei diesem Projekt geht es ebenfalls um die Förderung der Jugendbeteiligung in Schleswig-Holstein. Im Rahmen des Projektes entwickeln die Schülerinnen und Schüler Ideen für die nachhaltige Gestaltung der eigenen Region. Das neue Projekt „Jugend wird AKTIV“ geht nun einen entscheidenden Schritt weiter.

Umsetzung der Ideen im neuen Projektwochen-Format

„Bei dem neuen Projekt geht es nicht in erster Linie um die Entwicklung neuer Ideen von Schülerinnen und Schülern, sondern vielmehr um deren Umsetzung. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass sie tatsächlich etwas bewirken können. Ich freue mich, wenn das gelingt und die Schülerinnen und Schüler merken, dass sie die Zukunft in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld selbst gestalten können“, erklärt Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.

In dem bisherigen Projekt fehlte gerade diese Umsetzung leider häufig. Die Ideen der Schülerinnen und Schüler wurden zwar zur Kenntnis genommen und auch von den Regionalvertretern gelobt, aber zur Umsetzung kam es nicht in dem erhofften Umfang. „Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen holt der Alltag die Schulen sehr schnell ein. Nicht selten wird die Nachbereitung daher verschoben und in einigen Fällen später sogar gänzlich aus den Augen verloren. Ein weiterer Grund liegt oft in der fehlenden Demokratisierung der Schülerinnen und Schüler und Zuständigkeit der Schulen“, so Günter Kalin, Geschäftsführer des zuständigen Instituts für Vernetztes Denken Bredeneek.
Über die Entwicklung, Erprobung und Optimierung eines neuen Projektwochen-Formats soll sich dies nun ändern. „Das erklärte Ziel ist es, Veränderungen in den Regionen herbeizuführen und konkrete Maßnahmen tatsächlich auch anzuschieben und umzusetzen“, so die Ministerin.

Impulse für den Schutz von Umwelt und Ressourcen

Auch für den Geschäftsführer der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH), Stefan Sievers, ist der Fokus auf die Umsetzung wichtig: „Zukünftige Erwachsene können in dem Projekt spannende Impulse für den Schutz von Umwelt und Ressourcen geben“, sagte EKSH-Geschäftsführer Stefan Sievers. Das Thema „Energiebildung“ sei für die gemeinnützige EKSH von großer Bedeutung. In den letzten Jahren seien für kleine und große Projekte für Kinder und Jugendliche Fördermittel von rund 850.000 Euro bereitgestellt worden. Das Vorgängerprojekt „Jugend gestaltet nachhaltige Zukunft“ hat die EKSH mit rund 143.000 Euro gefördert.

Die Förderbescheide für das Projekt hat Kalin für das Institut für Vernetztes Denken Bredeneek jetzt in Empfang genommen. Fünf AktivRegionen im Land (die AktivRegionen Eider-Treene-Sorge, Uthlande, Südliches Nordfriesland, Eckernförder Bucht sowie Ostseeküste) beteiligen sich an dem Projekt mit 149.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm ländlicher Raum: gefördert durch die Europäische Union - Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raum (ELER). Außerdem unterstützt die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) das Projekt mit rund 43.000 Euro. Das gemeinnützige Institut für Vernetztes Denken Bredeneek erbringt zudem einen Eigenanteil in Höhe von rund 21.000 EUR und schafft in dem Projekt zwei Teilzeitstellen.

Quelle: Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung Schleswig-Holstein vom 14.01.2021

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