Nachhaltigkeit / Kinder- und Jugendarbeit

Poetry Slams werben für Nachhaltigkeit

Logo des #17Ziele Poetry Slams in bunten Farben
Bild: © Engagement Global

Die Ziele der Globalen Nachhaltigkeitsagenda können nicht allein von Politikern umgesetzt werden – die Umsetzung fängt im Kleinen an, bei jedem einzelnen Menschen. Mit dem Projekt #17Ziele möchte Engagement Global die Themen der Agenda 2030 den Menschen näher bringen. Bei den Poetry Slams werden Themen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit in künstlerischer Form behandelt.

Die 17 Ziele für globale Nachhaltigkeit, verabschiedet von den Vereinten Nationen, sind noch weit davon entfernt, allen ein Begriff zu sein. Dabei umfassen diese Ziele alle sozialen, ökologischen und ökonomischen Themen, die der Weltgemeinschaft als große Aufgaben bevorstehen, von Klimawandel über Armut zu Geschlechtergerechtigkeit. „Für viele wirkt das alles als Aufgabe erstmal ein bisschen zu groß“, sagt Christian Mäntele, Leiter des Projekts #17Ziele bei Engagement Global. Mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung hat die Weltgemeinschaft erstmals eine Art Landkarte dafür, wie sie vorgehen kann. Insbesondere wird deutlich, dass die Ziele nicht allein von Politikern umgesetzt werden können; die Umsetzung fängt im Kleinen an, bei jedem einzelnen Menschen. Die Frage ist doch: Was kann ich, was kannst Du beitragen?

Ohne Zeigefinger oder Pessimismus

Zusammen mit dem Berliner Veranstalterkollektiv Kiezpoeten hat Engagement Global deshalb den „#17Ziele Poetry Slam“ ins Leben gerufen, bei dem Poetinnen und Poeten aus ganz Deutschland Themen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit behandeln. Ohne Zeigefinger oder Pessimismus, sondern mit viel Humor und Rhythmus. „Wir haben bei der Auswahl der Poetinnen und Poeten darauf geachtet, eine möglichst große künstlerische Vielfalt darzustellen“, erklärt Jesko Habert von dem Kiezpoeten-Team. „Da kommen lustige und ernste Texte, Lyrik und Prosa gleichermaßen zum Zug.“

„Volk versus Junta“

Bundesweit treten die Wettstreitenden mit ihren Texten in vier Vorrunden gegeneinander an, um das Publikum über den Abendsieg entscheiden zu lassen – in einer außergewöhnlichen Verbindung von zwei Abstimmungsmethoden: „Volk versus Junta“. Während der Show stimmt eine kleine Publikumsjury, die „Junta“, über ihre Favoriten ab, während der Pause geht das ganze Publikum an die „Wahlurne“. Wessen Wahl kann man mehr vertrauen? Für die Teilnehmenden des Poetry Slams geht es nicht nur um den Gewinn der Vorrunde – die beiden Besten werden im April 2018 zum Finale nach Berlin eingeladen.

Wichtig, solche Themen auch künstlerisch umzusetzen

Bei dem Auftakt, der Vorrunde in Halle am Freitag, 16. Februar 2018 um 20 Uhr im Operncafé Halle, wird Kiezpoeten-Mitglied Ortwin Bader-Iskraut zusammen mit der lokalen Slam-Masterin Katja Hofmann moderieren. „Ich finde es wichtig, solche Themen auch künstlerisch umzusetzen“, sagt Hofmann, die neben ihrem regelmäßigen Slam „Wörterspeise“ unter anderem auch den Water-Slam für Viva con Agua in Halle veranstaltete, „aber uns ist natürlich genauso wichtig, dass es einfach ein spannender Abend wird.“

Veranstaltungstermine

  • 16. Februar: Halle
  • 20. Februar: Koblenz
  • 23. Februar: Nürnberg
  • 15. März: Celle
  • 13. April: Berlin (Finale)

Der Eintritt für den „#17Ziele Poetry Slam“ ist frei, Plätze sind jedoch begrenzt. Daher empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu reservieren.

Quelle: Engagement Global gGmbH vom 07.02.2018

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