Nachhaltigkeit / Kinder- und Jugendarbeit

Mit Fair Play für eine faire Welt – Sport für nachhaltige Entwicklung

Eine Kette farbiger Kinder steht Arm in Arm um den Globus herum
Bild: Fotolia©bröc

Die Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin startet am 6. August 2018. Dort wird nicht nur der Sport im Mittelpunkt stehen: Unter dem Motto „Berlin 2018. Athletics for Sustainable Development“ sind viele Aktivitäten geplant, um junge Nachwuchssportler und -sportlerinnen für eine nachhaltige Lebensweise und für den Einsatz von Sport in der Entwicklungszusammenarbeit zu begeistern.

An der Initiative „Berlin 2018. Athletics for Sustainable Development“ beteiligt sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV), Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen, das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und die Kampagne „Berliner Sport – Rund um Fair!“.

Sport in der Entwicklungszusammenarbeit

Im Jugendlager des DLV zur Leichtathletik-EM fand dazu am 5. und 6. August ein abwechslungsreiches Programm statt: Zum Auftakt erhielten die gut 100 jugendlichen Teilnehmende während einer Spreefahrt am Sonntagabend Informationen zum Freiwilligenprogramm weltwärts im Sport und trafen auf ehemalige und zukünftige Teilnehmende. Mit diesem vom BMZ finanzierten Programm engagieren sich Jugendliche ein Jahr lang über den DOSB in Kooperation mit dem ASC Göttingen ehrenamtlich in Sportprojekten für Kinder und Jugendliche in Schwellen- und Entwicklungsländern. Im Anschluss daran findet die offizielle Entsendung der diesjährigen weltwärts-Freiwilligen im Sport statt.

Am Montag setzten sich die Jugendlichen in Workshops aktiv mit wichtigen Zukunftsthemen wie beispielsweise Nachhaltigkeit bei Sportereignissen oder faire Sportbekleidung und faires Sportmaterial auseinander. Vorgestellt wurde auch, wie das BMZ und seine Partner den Sport als Instrument in der Entwicklungszusammenarbeit einsetzen, zum Beispiel in einem Bildungsprojekt an der türkisch-syrischen Grenze.

Informationen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen

Auf der europäischen Meile am Breitscheidplatz informieren die Initiatoren „Berlin 2018. Athletics for Sustainable Development“ vom 6. bis zum 12. August 2018 spielerisch und interaktiv über die nachhaltigen Entwicklungsziele. Durch das „17 Ziele-Mobil“ von Engagement Global sowie an zwei informativen Pagodenzelten des Bezirks und der Berliner Sportkampagne „Rund um Fair!“ werden diese erfahrbar. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf setzt sich zudem für die konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeit auf Berliner Sportgroßveranstaltungen ein. Deshalb sind im gesamten Cateringbereich des Breitscheidplatzes fair gehandelte Produkte wie Kaffee und Tee zu finden.

Hintergrund

Das BMZ und der DOSB nutzen den Sport als Instrument und Türöffner, um nachhaltige Entwicklung zu fördern. Unter dem Dach von „Sport für Entwicklung“ setzen sich BMZ und DOSB für mehr Nachhaltigkeit bei großen Sportveranstaltungen ein, fördern Programme in Entwicklungsländern, die junge Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützen.

Dabei geht es nicht um Spitzensportförderung: Sport wird hier gezielt genutzt, um Werte wie Respekt, Fair Play und Teamgeist zu fördern, um Bildungsanreize zu setzen und einen Beitrag zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu leisten. So lässt sich Wissen über Themen wie Friedensförderung, Gesundheitsaufklärung, Umweltschutz oder Geschlechtergerechtigkeit gut im Kontext des Trainings vermitteln.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt den Ansatz „Sport für Entwicklung“ seit 2013 in bisher 17 Partnerländern weltweit ein. Mit dem DOSB laufen zurzeit zum Beispiel Projekte in Namibia, Uganda, Jordanien und der Türkei.

Quelle: Engagement Global gGmbH vom 03.08.2018

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