Weihnachten

Mit der Konsumpyramide zum nachhaltigen Wunschzettel

Grafik der Konsumpyramide, von oben nach unten: „Kaufe neu“, „Kaufe gebraucht“, „Mache selbst“, „Tausche“, „Leihe aus“, „Repariere“, „Achte, was Du hast“, „Nutze, was Du hast“
Bild: © Stiftung Haus der kleinen Forscher / Illustration: Ulli Keil, Grafik: Sinnwerkstatt Medienagentur GmbH Konsumpyramide

Bunte Werbeplakate locken zum Weihnachtsgeschäft, die Kauflaune steigt an. Besonders Kinder sammeln jetzt all ihre Geschenkideen. Die Wunschliste kann dabei ganz schön lang sein. Erwachsene können den Wunschzettel zum Anlass nehmen, um gemeinsam mit den Kindern über nachhaltigen Konsum zu sprechen. Worauf es dabei ankommt? Hier gibt es drei Tipps, um das Thema mit Kindern zu entdecken.

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kindergarten- und Grundschulalter. Ziel ist es, Kinder darin zu unterstützen, zukunftsfähig zu denken und verantwortungsvoll zu handeln. Nachhaltiger Konsum ist dabei ein zentrales Thema – und der Wunschzettel ein passender Anlass, die Wünsche und Bedürfnisse gemeinsam zu reflektieren. Drei Tipps direkt zum Loslegen:

  1. Erstes Ziel muss sein mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, indem Eltern zunächst allgemeine Fragen stellen. Was ist eigentlich das Schöne an Geschenken? Worüber würden sich die Kinder freuen und warum? Dabei sollten die Wünsche der Kinder unbedingt angehört, akzeptiert und nicht aus der persönlichen Perspektive sofort bewertet werden. Wer den Kinderwünschen stattdessen mit Fragen näher auf den Grund geht, findet gemeinsam heraus, welches Bedürfnis dahinter steckt.
  2. Wenn es um materielle Wünsche geht, wie neues Spielzeug oder ein neues Fahrrad, kann der Blick auf die Konsumpyramide helfen, die Geschenkezeit nachhaltiger zu gestalten. Die Konsumpyramide erinnert daran, welche Alternativen es zum Neukauf einer Sache gibt. Würde sich das Kind auch über etwas Selbstgemachtes oder etwas Gebrauchtes freuen? Auch die Menge der Wünsche sollte angesprochen werden. Wie viele Wünsche sind nötig, um ein schönes Fest zu erleben? Was wäre der allerwichtigste Wunsch bzw. worauf könnte das Kind am ehesten verzichten? Oder: Wenn nur ein oder zwei Wünsche erfüllt werden, wäre Weihnachten dann trotzdem schön?
  3. Schließlich sollte gemeinsam überlegt werdeN: Gibt es auch Wünsche, die nicht materiell sind? Was fällt den Kindern ein? Über was, das man nicht kaufen kann, würden sie sich freuen? Wie unterscheiden sich gegenständliche Geschenke zum Beispiel von einem gemeinsamen Erlebnis?

Wer mehr über die BNE-Angebote der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erfahren will, findet weitere Informationen auf der Stiftungswebsite.

Quelle: Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ vom 24.11.2021

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