Nachhaltigkeit / Kinder- und Jugendpolitik

Masterplan Stadtnatur: Mehr Grün für lebendige Städte

Eine Gruppe Kinder auf einer Wieser, im Hintergrund steht eine Betreuungsperson
Bild: rawpixel.com

Ein neuer "Masterplan Stadtnatur" soll die Rahmenbedingungen für Natur in der Stadt deutlich verbessern. Einen entsprechenden Entwurf hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegt. Sie schlägt darin 19 Maßnahmen des Bundes vor, die die Arten- und Biotopvielfalt in den Städten fördern. Vorgesehen sind u.a. Naturerfahrungsräume, damit Kinder und Jugendliche eigenständig Pflanzen und Tieren erleben können.

Städtisches Grün als Lebensraum

Bundesumweltministerin Schulze: "Der heiße Sommer 2018 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Grün für das Leben in unseren Städten ist. Selbst kleinere Grünanlagen können die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung bereits um 3 bis 4 Grad Celsius senken und so Hitzewellen abmildern. Städtische Grünräume bieten zudem wichtige Lebensräume für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, wie Insekten und Vögel. Der 'Masterplan Stadtnatur' leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt in unseren Städten, sondern verbessert auch die Lebensqualität für die Menschen."

Naturerfahrungsräume für Kinder und Jugendliche 

Mit dem "Masterplan Stadtnatur" soll unter anderem ein neuer Förderschwerpunkt für Stadtnatur beim Bundesumweltministerium geschaffen werden. Daneben wird die Integration von Stadtnatur in das Baugesetzbuch und die Stärkung der kommunalen Landschaftsplanung im Bundesnaturschutzgesetz vorgeschlagen. Es sollen Naturerfahrungsräume in den Städten unterstützt werden, damit Kinder und Jugendliche eigenständig Pflanzen und Tiere erleben können.

Außerdem sieht der "Masterplan Stadtnatur" vor, dass der Bund durch mehr Natur auf den eigenen Liegenschaften als Vorbild vorangeht. Im Rahmen der Klimaschutzförderung des Bundes sollen zukünftig noch stärker die Naturverträglichkeit beachtet werden. Dies gilt zum Beispiel bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit vom 22.10.2018