Nachhaltigkeit / Sozialpolitik

Klimaschutz muss sozial gerecht werden – Breites Bündnis unterstützt Fridays for Future

Auf einer Demo wird ein Schild hochgehalten auf dem steht in englsicher Sprache climate action now
Bild: Jasmin Sessler - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Ein breites Bündnis aus Sozial- und Umweltorganisationen, darunter auch mehrer Wohlfahrts- und Jugendverbände unterstützen den weltweiten Klimastreik von Fridays for Future am 29. November 2019. Gefordert wird eine grundlegende sozial-ökologische Wende, Klimaschutz und Sozialpolitik dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Mehr als 300 Demonstrationen bundesweit sind bislang geplant.

Ein breites Bündnis aus Sozial-, Umwelt- und Klimaverbänden unterstützt im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP25 in Madrid den weltweiten Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung. Am letzten Freitag im November finden allein in Deutschland in hunderten Städten, darunter in Berlin, Hamburg und Köln, große Demonstrationen statt. Das Bündnis teilt die Empörung der Schülerinnen und Schüler über das klimapolitische Versagen der Bundesregierung, die ein unwirksames und sozial ungerechtes „Klima-Päckchen” beschlossen habe.

Klimaschutz und Sozialpolitik nicht gegeneinander ausspielen

„Die Bundesregierung begründet ihr klimapolitisches Versagen damit, den Menschen keinen konsequenten Klimaschutz zumuten zu können”, heißt es im Aufruf des Bündnisses. „Billige Ausreden für schwache Maßnahmen lassen wir nicht gelten: Klimaschutz und Sozialpolitik dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.”

Dem Bündnis für den 29.11. haben sich auch die Arbeiterwohlfahrt und der Paritätische Gesamtverband angeschlossen, außerdem mehrere Jugendverände, u.a. die Naturfreundejugend Deutschlands, die BUND Jungend und die WWF Jugend.

Konsequenter Klimaschutz erfordert grundlegende sozial-ökologische Wende

Die Unterstützer-Organisationen des Klimastreiks sehen in einer solchen sozial-ökologischen Wende eine große Chance für eine gerechtere Gesellschaft. Sie stellen dafür sechs Forderungen. Dazu gehören unter anderem:

  • ein Klimaschutzgesetz, das das 1,5 Grad-Ziel einhält.
  • Strom müsse naturverträglich und für alle bezahlbar sein – sowohl durch Reformen bei Sozialleistungen als auch durch einen gesetzlichen Rahmen, der Energiesparen und Effizienz stärkt.
  • Außerdem verlangen sie möglichst kostenfreien öffentlichen Nahverkehr. Zugfahren soll deutlich günstiger als Fliegen sein.
  • Schließlich müsse die Bundesregierung eine diskriminierungsfreie Grundsicherung gewährleisten, die vor Armut schützt und Teilhabe sichert.

Damit alle klimafreundlich leben können, müsse soziale Sicherheit gewährleistet sein. Zukünftige Generationen müssen weltweit eine klimagerechte Zukunft haben, so das Bündnis.

Den Aufruf zum Klimastreik am 29. November steht mit den detaillierten Forderungen unter www.klima-streik.org/aufruf zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich außerdem unter: www.klima-streik.org

Hintergrund:

Zum Koordinierungskreis des Bündnisses für den 29.11. gehören u.a. 350.org, Attac, Avaaz.org, AWO, BUND, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland, NaturFreunde Deutschlands, Der Paritätische Gesamtverband, Together for Future, Umweltinstitut München, WWF, BUNDjugend, NAJU, Naturfreundejugend Deutschlands, WWF Jugend.

Informationen zum Klimaschutzpaket finden sich beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz

Quelle: Kooridnierungskreis der Aktionsbündnisses, c/o NaturFreunde Berlin e.V. vom 08.11.2019