Nachhaltigkeit / Förderinformationen

Ideenwettbewerb „Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit“ ausgeschrieben

Eine Illustration zeigt Gebäude einer Stadt, im Vordergrund mit einem Elektroauto
Bild: rawpixel.com

Wie wird nachhaltige Mobilität Teil unserer Alltagskultur? Wann wird Nachhaltigkeit für Menschen ein Entscheidungskriterium, wenn sie ihr Transportmittel für den Weg von A nach B auswählen? Und wie können Vernetzung und Kommunikation dabei helfen, nachhaltige Mobilität in unserer Gesellschaft zu verankern? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht dazu innovative Projekte und Ideen über den Ideenwettbewerb „Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit“, die einen Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele leisten. Bewerbungsschluss ist der 27. Mai 2018.

Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung: „Wir müssen unsere Mobilitätskultur ändern. Sie muss angesichts von Luftverschmutzung, Staus in Ballungszentren und der zunehmenden Schließung von Bahnhöfen in ländlichen Regionen zukunftsfähig werden. Es geht jetzt um tragfähige Lösungen für eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität, sowohl für die Menschen in den Städten als auch auf dem Land.“

Wer kann am Ideenwettbewerb teilnehmen?

Gemeinnützige Akteure, also zum Beispiel Vereine, Schulen, Initiativen wie außerschulische Lernorte und Gemeinden, können sich mit ihren Ideen bewerben. Dahinter können Praktikerinnen und Praktiker aus dem Bereich Mobilität stehen, zum Beispiel aus Verkehrsbetrieben oder aus der Verwaltung, Leute aus der Kreativbranche, Kultur- und Kunstschaffende – oder einfach engagierte Menschen, die unsere Welt nachhaltiger machen wollen.
Wichtig: Es können ausschließlich solche Ideen eingereicht und gefördert werden, die noch nicht umgesetzt werden. Bestehende Projekte können mit einer Weiterentwicklungsidee teilnehmen.

Bewerbung

Ein Förderantrag ist online über ein webbasiertes System bis zum 27. Mai 2018 einzureichen. Alle nötigen Schritte dazu sind dort erklärt. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung obliegt dem RNE nach abschließender Prüfung.

Die besten Bewerbungen werden bis zu einem Jahr und bis zu einer Höhe von 50.000 Euro gefördert.

Möglich wird dieser Wettbewerb durch ein neues Förderprogramm des RNE, den „Fonds Nachhaltigkeitskultur“. Auf Initiative des Bundestages stellt das Bundeskanzleramt beim Rat für Nachhaltige Entwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Einrichtung des Fonds bereit. Der RNE will in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur (z.B. Essen, Mobilität, Wohnen/Bauen) ausrufen. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Kontakt

Ansprechpartner für Projekte:
Bodo Richter, Wissenschaftlicher Referent
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon: 030/338424-279
E-Mail: bodo.richter@DontReadMenachhaltigkeitsrat.de

Hintergrundinformationen

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften.

Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung vom 17.04.2018

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