Nachhaltigkeit / Kinder- und Jugendarbeit

Hamburg zeichnet KlimaSegler, Diversity-Trainerin und Schornsteinfegerin für Nachhaltigkeit aus

Der Globus auf einem Blatt liegend
Bild: geralt / pixabay.com

Die Stadt Hamburg zeichnete am 15. November drei Bildungsakteure für ihre überzeugende Bildungsarbeit für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum mit dem NUN-Zertifikat aus. NUN steht für „norddeutsch und nachhaltig“ und würdigt Bildungsakteurinnen und -akteure, die das Konzept der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung vorbildlich umsetzen. Die Auszeichnung fand im Rahmen der 4. Konferenz zum Weltaktionsprogramm Bildung für eine nachhaltige Entwicklung statt.

Die Stadt Hamburg vergibt das NUN-Zertifikat seit 2014. Die S.O.F. organisiert als Geschäftsstelle das Zertifizierungsverfahren und den damit verbundenen Qualitätsentwicklungsprozess. In den drei beteiligten NUN-Ländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind bereits an die 100 Akteure zertifiziert.

„In Hamburg hat sich die NUN-Zertifizierung etabliert. Das ist ein Erfolg. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag, nachhaltige Entwicklung in Hamburg durch qualitativ hochwertige Bildung zu fördern. Die Zertifizierten fördern den gesellschaftlichen Wandel für eine enkeltaugliche Zukunft. Sie bieten Lernumgebungen wo Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit oder nachhaltiger Konsum erlebbar werden.“, sagte Ralf Behrens, Vorsitzender der Hamburger NUN-Zertifizierungskommission und Leiter der Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit über die NUN-Auszeichnung.

Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiger Konsum

Die Zertifizierten

Bastian Hagmaier aus Iserbrook befähigt die Teilnehmenden in seinen Bildungsveranstaltungen dazu, Verantwortung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung in der Gesellschaft zu übernehmen. Als „KlimaTeamer“ sticht er in dem Projekt KlimaSail mit Jugendlichen aus Kirchengemeinden, Schulklassen, Teilnehmenden an Freiwilligendiensten (FÖJ, FSJ und BFD) und Multiplikator(inn)en in See. An Bord von Traditionssegelschiffen bietet das Jugendbildungsprojekt des Jugendpfarramts der Nordkirche ein vielfältiges Programm zu den Themen Lebensraum Ostsee, ressourcenschonender, klimafreundlicher Lebensstil und Klimagerechtigkeit.

Georgina Kozmon aus Barmbek-Süd arbeitet u.a. an einer Hamburger Stadtteilschule in Internationalen Vorbereitungsklassen mit Jugendlichen, die neu in Deutschland sind. Ihr Ziel: Die gesellschaftliche Partizipation der Teilnehmenden und soziale Gerechtigkeit fördern! Vorurteile und Stereotype, Konsum und Verantwortung sowie globale Ernährungszusammenhänge sind ihre thematischen Schwerpunkte. Sie bietet unterschiedliche Bildungsformate von Projekttagen über Workshops und Seminare für Trägerorganisationen, Schulen und Netzwerken an.

Magdalena Loske aus Iserbrook ist Umweltwissenschaftlerin und Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung und ebenfalls als „KlimaTeamerin“ in dem Projekt KlimaSail aktiv. Durch die handwerkliche Ausbildung zur Schornsteinfegerin und das duale Studium “Management erneuerbare Gebäudeenergietechnik“ gehören Klimagerechtigkeit, klimafreundliche Lebensstile und der schonende Umgang mit Ressourcen zu den Schwerpunkten ihrer Bildungsangebote. Eine methodische Kombination aus spielerischer Herangehensweise, alltagsnahem Lernen und theoretischer Betrachtungsweise ist für ihre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zentral.

Über die NUN-Zertifizierung

Die NUN-Zertifizierung macht die Qualität der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung nach außen sichtbar und ermöglicht Schulen und anderen Institutionen, aber auch Einzelpersonen, sich im außerschulischen Bildungsangebot zu orientieren und Kooperationen für Bildungspartnerschaften aufzubauen.

Quelle: S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung vom 15.11.2018