Nachhaltigkeit / Bildungspolitik

Gute MINT-Bildung befähigt Kinder, nachhaltig zu handeln

Zwei Mädchen betrachten etwas durch ein Mikroskop
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MINT kann mehr! Beim internationalen Forum zur frühen Bildung in Berlin kamen über 100 Expertinnen und Experten aus 30 Ländern zusammen. Sie verabschiedeten ein Positionspapier in dem sie sich dafür aussprechen im Bereich der MINT Bildung die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu integrieren.

Zum zweiten Mal trafen sich am 5. und 6. Dezember beim „International Dialogue on STEM Education“ 2019 (IDoS) in Berlin internationale Vertreterinnen und Vertreter von MINT-Bildungsinitiativen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Während man zeitgleich auf der UN-Klimakonferenz in Madrid nach politischen Lösungen für den vom Menschen verursachten globalen Klimawandel sucht, treibt die Gäste von IDoS die Frage um, wie Kinder durch MINT-Bildung in die Lage versetzt werden können, nachhaltige Gesellschaften mitzugestalten.

Positionspapier verabschiedet

120 Bildungsexpertinnen und -experten aus 30 Ländern verabschiedeten am 6. Dezember in Berlin das internationale Positionspapier „Using Science to Do Social Good – STEM Education for Sustainable Development” (PDF 611 KB). Sie stehen für neue Akzente im MINT-Bildungsbereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), die den gesellschaftlichen Kontext und die „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen berücksichtigen. Um eine lebenswerte Zukunft für alle zu gewährleisten, müssen Bildungssysteme weltweit zukünftig eine MINT-Bildung ermöglichen, die kritisches Denken und verantwortliches Handeln fördert.

MINT-Bildung eine Grundlage zur Gestaltung des 21. Jahrhunderts

„Wenn man sich ansieht, was gerade auf der Welt passiert, wird deutlich, dass wir Kooperationen zwischen den Generationen brauchen und dass MINT-Bildung eine Grundlage zur Gestaltung des 21. Jahrhunderts ist“, so Dr. Nathalie von Siemens, geschäftsführende Vorständin der Siemens Stiftung, die die Konferenz gemeinsam mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ausrichtet. Von Siemens weiter: „Genau hier liegt die Jahrhundertaufgabe für unser Bildungssystem: pädagogische Konzepte für den MINT-Unterricht zu entwickeln, die der nächsten Generation nicht nur Wissen, sondern auch Lösungsorientierung, abweichendes Denken, Kreativität und soziale Kompetenzen vermitteln.“

Eine solche MINT-Bildung trägt dazu bei, dass sich Kinder in dieser komplexen Welt zu selbstbestimmten und verantwortlichen Erwachsenen entwickeln, die Antworten auf globale Herausforderungen finden und deren lokale und globale Konsequenzen abwägen können.

MINT-Bildung spielt wichtige Rolle bei Debatte um Fake News

Auch bei der Debatte um Fake News und Wissenschaftsskepsis wird die wichtige Rolle guter MINT-Bildung deutlich: „Wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglichen es uns, objektive Entscheidungen zu treffen. Dieses Bewusstsein wollen wir Kindern von Anfang an mit auf den Weg geben", betont Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Haus der kleinen Forscher. „Der beste Ansatz hierfür ist das entdeckende und forschende Lernen.“

Quelle: Stiftung Haus der Kleinen Forscher vom 06.12.2019

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