Nachhaltigkeit / Kinderrechte

Globalisierung gerecht gestalten: Sofort-Aktionsplan zur Bekämpfung der Kinderarbeit

Kleines Mädchen in El Alto.
Bild: obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner

Das deutsche Entwicklungsministerium und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) haben eine gemeinsame Erklärung zur Bekämpfung von Kinderarbeit unterzeichnet. Dabei geht es insbesondere um die Einhaltung grundlegender Arbeitsstandards in globalen Lieferketten und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für die jungen Menschen in den entsprechenden Ländern. Weltweit arbeiten immer noch 150 Millionen Kinder.

Zum 100. Geburtstag der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verstärken das Bundesentwicklungsministerium und die Internationale Arbeitsorganisation ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Kinderarbeit, der Einhaltung grundlegender Arbeitsstandards in globalen Lieferketten und zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten für die jungen Menschen vor Ort. Dazu unterzeichneten Entwicklungsminister Gerd Müller und ILO-Generaldirektor Guy Ryder am 12.03.2019 in Berlin eine gemeinsame Erklärung.

150 Millionen Kinder arbeiten weltweit

Minister Müller erklärt dazu: „Seit 100 Jahren kämpft die ILO für bessere Arbeitsbedingungen in der Welt. In Europa und Deutschland haben wir hohe Arbeitsstandards erreicht. Aber am Anfang globaler Lieferketten herrschen noch immer unglaubliche Bedingungen: Über 150 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten – das ist fast jedes zehnte Kind. Hungerlöhne, Sklavenarbeit und Ausbeutung sind längst nicht überwunden. Das können wir nicht einfach so hinnehmen. Arbeitsrechte sind überall auf der Welt gleich viel wert. Wir können nicht noch weitere 100 Jahre warten, bis die schlimmsten Formen der Ausbeutung abgeschafft sind. Deswegen habe ich mit ILO-Generaldirektor Ryder einen Sofort-Aktionsplan gegen Kinderarbeit beschlossen. Bis Juni legen wir in den am meisten betroffenen Wirtschaftsbereichen konkrete Ziele fest.“

Das Bundesentwicklungsministerium und die ILO sind enge Partner im Kampf für eine gerechte Globalisierung. Die ILO ist die älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Sie wurde 1919 als ständige Einrichtung des Völkerbundes gegründet.

Weitere Informationen zum Jubiläum der ILO finden sich in der Berichterstattung auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe.

Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 11.03.2019

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