Nachhaltigkeit / Bildungspolitik

Bildungsgewerkschaft unterstützt Klima-Bewegung „Fridays for Future“

Eine Hand hält ein Pappschild hoch auf dem eine Weltkugel abgebildet ist und geschrieben steht We don´t have time
Bild: NiklasPntk - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Klima-Bewegung „Fridays for Future“. Ihr ist es gelungen, das Thema Klimawandel auf die Tagesordnung zu setzen. GEW-Gliederungen und -Mitglieder gestalten die Aktivitäten am 20. September vor Ort mit.

„Die GEW engagiert sich vielfältig für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN). Sie macht sich für die umfassenden UN-Entwicklungsziele stark, die soziale und ökologische Ziele in systemischer Weise miteinander verbinden. Es geht um unsere Gegenwart und unsere Zukunft: Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation, sie betrifft uns alle“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am 19. September in Frankfurt a.M.

BNE als zentraler Bildungsauftrag

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein zentraler Bildungsauftrag, den die Schulen noch stärker als bisher in den Fokus nehmen müssen. Die Pädagoginnen und Pädagogen haben dabei eine sehr wichtige Funktion: Sie sollen das Thema im Unterricht, aber auch auf Exkursionen und in Projekten bearbeiten und ein positives Klima für ökologische Fragestellungen schaffen.“ Dafür brauchten sie die Unterstützung der Schulleitungen und die Rückendeckung der Schulbehörden und Kultusministerien.

GEW fordert wirksame Maßnahmen von der Bundesregierung

Tepe mahnte die Bundesregierung, endlich wirksame Maßnahmen und konkrete Schritte zu ergreifen, um den Klimawandel zu stoppen. Die Kosten müssten von den ökonomisch starken Schultern getragen werden. Die Industriestaaten, die durch ihre Wirtschaftsweise dafür verantwortlich sind, dass der Klimawandel immer schneller voranschreitet, müssen jetzt am stärksten und schnellsten ihre Emissionen reduzieren. „Wir müssen endlich umsteuern, die Zeit läuft uns allen weg“, unterstrich die GEW-Vorsitzende.

Lehrstück in Sachen Demokratie

An die Kultusministerinnen und -minister sowie Schulbehörden appellierte Tepe, den Klima-Streiktag konstruktiv zu unterstützen und von Strafmaßnahmen gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie Pädagoginnen und Pädagogen, die sich an den Aktionen beteiligen, abzusehen: „Die Aktivitäten sind ein Stück gelebte, praktische Demokratie – Schule soll Kinder und Jugendliche zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern erziehen, die sich für die Demokratie einsetzen und diese gegen Angriffe wehrhaft verteidigen. Sehen Sie den Tag als ein von den jungen Menschen selbst inszeniertes Lehrstück in Sachen Demokratie und freuen sich über deren Engagement!“

Hintergrundinformation

Aus rechtlichen Gründen verzichtet die GEW auf einen Aufruf zur Arbeitsniederlegung. Weitere Informationen zum Thema sind auf der GEW-Website zu finden.

Quelle: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom 19.09.2019

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