Nachhaltigkeit / Ganztagsbildung

17 Ziele – EINE Zukunft: Auftakt der SchulKinoWochen in Berlin

Ein abgedunkelter, leerer Kinosaal mit roten Sesseln
Bild: Felix Mooneeram - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Warum ist die reiche Modeindustrie nicht in der Lage, für vernünftige Arbeitsbedingungen zu sorgen? Wie kann auch jeder Einzelne mit seinem Kaufverhalten Einfluss auf die Entwicklungen nehmen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Dokumentarfilm, der zum Auftakt der SchulKinoWochen in Berlin gezeigt wird. In den nächsten zwei Wochen verlegen mehr als 2.000 Schüler/-innen mit ihren Lehrkräften das Klassenzimmer in den Kinosaal.

Mode wird immer billiger. Ein T-Shirt bekommt man heute für fünf Euro, eine Jeans kostet gerade mal zehn. Der Film „The true cost – Der Preis der Mode“ befasst sich mit den sozialen und ökologischen Auswirkungen des globalisierten Modemarkts. Zum Auftakt des Filmprogramms 17 Ziele – EINE Zukunft der SchulKinoWochen wird dieser Dokumentarfilm gezeigt am Montag, 19. November 2018, 10 Uhr, im Cinemaxx am Potsdamer Platz in Berlin.

Filmgespräch mit über 200 Jugendlichen

Neben Gunther Beger, Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ist Anne Neumann von FEMNET e.V. zu Gast im Kino. Im Anschluss an die Vorstellung sprechen sie mit über 200 Schülerinnen und Schülern über Nachhaltigkeit in der Textilindustrie.

Tu Du's auf 17Ziele.de

Der Film „The true cost – Der Preis der Mode“ ist Teil des Filmprogramms „17 Ziele – EINE Zukunft“ von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit Engagement Global, das sich mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 beschäftigt. Die 17 Ziele halten fest, welche Veränderungen notwendig sind, damit im Jahr 2030 allen Menschen ein gutes Leben in einer nachhaltigen, gerechten Welt möglich ist. Analog dazu beschäftigen sich die Filme aus dem Programm mit dem Ist-Zustand der Erde sowie den Bedürfnissen von morgen und fragen nach unserem Beitrag für eine lebenswerte Zukunft.

Unterricht im Kinosaal

In insgesamt rund vierzig Kinovorführungen des 17-Ziele-Filmprogramms erwarten die SchulKinoWochen Berlin in den nächsten zwei Wochen noch über 2.000 Berliner Schülerinnen und Schüler. Sie verlegen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern den Unterricht für einen Vormittag in den Kinosaal, um sich mittels filmischer Formate mit den verschiedenen Zielen für nachhaltige Entwicklung zu beschäftigen. Die SchulKinoWochen finden bundesweit statt. Alle Filme und Termine zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung finden Sie auf der Webseite von VISION KINO.

Lehrkräfte können sich mit ihren Klassen ab sofort anmelden. Sie können auch Referentinnen und Referenten aus dem Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE) von Engagement Global zur Begleitung der Filme und zur Nachbereitung im Unterricht über die Internetseite von BtE buchen.

17 Ziele – EINE Zukunft ist ein Angebot von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Konsumkritik im Kleidungsetikett – der Dokumentarfilm „The true cost“

Mode wird immer billiger. Ein T-Shirt bekommen wir heute für fünf Euro. Um Kleidung so günstig herzustellen, haben Textilunternehmen ihre Produktionsstätten in Billiglohnländer wie China, Indien und Bangladesch verlagert. Dort entsteht die Kleidung unter oft menschenunwürdigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen. Der Film dokumentiert die soziale und ökologische Ausbeutung der Entwicklungsländer im Zeichen eines globalisierten Modemarkts und führt sie auf eine veränderte Einstellung gegenüber Kleidung zurück: Heute diktieren uns Industrie und Werbung die so genannte „Fast Fashion“, bei der jede Woche eine neue Kollektion präsentiert und Kleidung nur noch als austauschbares Wegwerfprodukt verstanden wird. In zahlreichen Interviews mit Opfern, Akteurinnen und Akteuren sowie Kritikerinnen und Kritikern der Modebranche und mit einem pointierten Off-Kommentar skizziert der Film die Entwicklung der internationalen Modeindustrie als Beispiel für die negativen Folgen der Globalisierung. Er wirft dabei gezielt zentrale Fragen auf: Wer ist verantwortlich? Warum ist die reiche Modeindustrie nicht in der Lage, für vernünftige Arbeitsbedingungen zu sorgen? Und wie kann auch jeder Einzelne mit seinem Kaufverhalten Einfluss auf die Entwicklungen nehmen?

Weitere Informationen und der Programmflyer finden sich auf der Webseite von Engagement Global.

Quelle: Engagement Global gGmbH vom 14.11.2018

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