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Migration / Familienpolitik

Stark im Beruf: Kontaktstellen begleiten Mütter mit Migrationshintergrund

Junge Frau schaut auf ein Tablet, das sie in den Händen hält
Bild: rawpixel.com

Das Bundesprogramm „Stark im Beruf“ geht in die zweite Runde. Mit dem ESF-Programm unterstützt das Bundesfamilienministerium Mütter mit Migrationshintergrund beim Berufseinstieg. In Berlin stellten Bundesfamilienministerin Giffey und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Scheele ihre Kooperation vor und unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung.

Bei einem Termin im Vivantes-Klinikum Neukölln stellten Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Detlef Scheele ihre Kooperation am 04.03.2019 vor und unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung. Das Ziel ist es, Müttern mit Migrationshintergrund den Weg in Erwerbstätigkeit zu ebnen. Das Ausbildungsinstitut des Vivantes-Klinikums ist einer der Partner des ESF-Programms „Stark im Beruf“.

90 Kontaktstellen begleiten bei Jobsuche

Die Kooperation leitet gleichzeitig eine neue Förderphase des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf“ ein, die nun bis zum 30.06.2022 läuft. In „Stark im Beruf“ beraten künftig deutschlandweit 90 Kontaktstellen Frauen mit Migrationsgeschichte zu Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Vereinbarkeit und begleiten die Jobsuche.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Gerade Mütter, die mit ihren Familien und teils noch kleinen Kindern zu uns zugewandert sind, brauchen ein gutes Angebot, um künftig auf eigenen Beinen zu stehen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Hier setzt ‚Stark im Beruf‘ an. Unsere Kontaktstellen bilden eine Brücke: sie vermitteln an Bildungsberatung, Sprachförderung, Kinderbetreuung und direkt in Praktika, Ausbildung oder Beschäftigung – alles in guter Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern vor Ort. Frauen können alles. Mit diesem Programm helfen wir ihnen, ihr Potential zu entfalten.“

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, ergänzt: „Die Jobcenter und Arbeitsagenturen arbeiten sehr engagiert daran, die Mütter über ihre Möglichkeiten am Arbeitsmarkt zu informieren.

Frauen in ihrem Lebensalltag erreichen

Besonders intensiv wollen wir uns künftig auch um geflüchtete Frauen kümmern. Damit diese Mütter Schritt für Schritt im Berufs- und Arbeitsleben Fuß fassen können, ist ein Angebot wichtig, das die Frauen auch wirklich in ihrem Lebensalltag erreicht. Dies gelingt uns im Programm „Stark im Beruf“ mit großem Erfolg. Wir freuen uns, dass wir dabei durch die Kooperation mit dem Ministerium zusätzliche Unterstützung bekommen.“

Die neue Kooperationsvereinbarung zwischen Bundesfamilienministerium und Bundesagentur für Arbeit begleitet die zweite Förderphase des Programms „Stark im Beruf“.  Ein zentrales Ziel ist, die Erwerbswünsche der großen Zielgruppe der zugewanderten Mütter mit Migrationshintergrund  gemeinsam mit Partnern in der Wirtschaft zu erfüllen.

Bundesprogramm „Stark im Beruf“

In einer ersten 4-jährigen Phase haben 10.000 Mütter das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ des Bundesfamilienministeriums durchlaufen – in enger Kooperation mit den lokalen Jobcentern und Arbeitsagenturen. 37 Prozent von ihnen, also mehr als jede dritte Mutter, konnte nach dem Programm eine sozialversicherungspflichtige Arbeit oder eine Ausbildung aufnehmen. Den Frauen wird auch bei der Anerkennung von Abschlüssen geholfen oder durch die Vermittlung von Praktika mit Perspektive auf Beschäftigung. Die meisten Mütter waren vor „Stark im Beruf“ im Leistungsbezug.

Eine zweite, dreieinhalbjährige Förderphase des ESF-Programms läuft nun bis zum 30.06.2022. Bundesweit 90 Standorte werden mit jährlich maximal 75.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Dafür stehen ESF-Mittel in Höhe von 19,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zum ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“: www.starkimberuf.de

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 04.03.2019

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