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Migration / Junge Flüchtlinge

Langfristig werden alle Länder vom UN-Migrationspakt profitieren

Eine Jugendliche im Kapuzenpullover sitzt allein auf dem Boden und schaut ernst
Bild: © Mr Korn Flakes - fotolia.com

Die Diakonie Deutschland begrüßt, dass pünktlich zum Tag der Menschenrechte am 10.12.2018 ein beeindruckender internationaler Prozess mit der Verabschiedung des Globalen Pakts für sichere, geordnete und reguläre Migration in Marrakesch im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Ende geht. Die Diakonie betont die Einhalten der elementaren Menschenrechte, die auch für Migrantinnen und Migranten gelte und weltweit bislang keinesfalls selbstverständlich sei.

Migration ist eine Realität, die allen Seiten nutzen kann, wenn sie gut gestaltet wird. Der Pakt gibt wichtige Empfehlungen, wie Migration in reguläre und vor allem sichere Bahnen gelenkt werden kann, so dass sie sowohl für die Herkunfts- und Zielländer als auch die Migrantinnen und Migranten selbst ein Gewinn darstellt, sagt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland. 

Elementare Menschenrechte gelten auch für Migranten 

Er betont die Notwendigkeit der Einhaltung der elementaren Menschenrechte, die auch für Migranten gelten: Sie benötigen Zugang zum Arbeitsmarkt, zu medizinischer Versorgung und zu Bildung und sie müssen Schutz vor Ausbeutung und Menschenhandel erhalten, was weltweit bislang nicht selbstverständlich sei.

Millionen Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund lebten unter prekären Bedingungen und werden Opfer schwerster Formen der Ausbeutung, so Lilie weiter.

Arbeitsausbeutung und Menschenhandel auch in Deutschland 

Auch in Deutschland komme es zu schweren Fällen von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel, wie das Deutsche Institut für Menschenrechte in der vergangenen Woche bestätigte.  „Für den Pakt wäre deshalb mehr Verbindlichkeit und Zielkontrolle wünschenswert. Dass einzelne Länder nun angekündigt haben, vorerst nicht zuzustimmen, ist bedauerlich. Langfristig werden auch sie von dem Pakt profitieren, und sich der Notwendigkeit, global zu handeln, nicht verschließen können“, betont Lilie.

Eine Handreichung „Von Arbeitsausbeutung bis Menschenhandel: Grundlagen und Praxistios für die Beratung“ (PDF, 460 KB) steht bei der Diakonie online zur Verfügung.  

Quelle: Diakonie Deutschland, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. vom 09.12.2018

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