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Migration / Sozialpolitik

#IchDuWirNRW im Dialog: Jugendliche diskutieren in Berlin über Integration

Vier Puzzleteile aus Holz auf hellblauem Hintergrund
Bild: rawpixel.com

Rund 30 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen reisten gemeinsam mit der Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, nach Berlin, um dort mit Bundespolitikern und Chefredaktionen verschiedener Hauptstadtmedien zu diskutieren. Hierbei trafen sie auch Bundeskanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Schäuble.

Was denken Jugendliche mit und ohne Einwanderungsgeschichte über das Thema Integration? Wie nehmen sie die mediale Berichterstattung hierüber wahr? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Formats „#IchDuWirNRW im Dialog: Demokratie, Medien und Du“.

Bei dem dreitägigen Besuch trafen die Jugendlichen unter anderem Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz. In der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund und im Bundestag gab es Gespräche mit den Abgeordneten Cem Özdemir und Johannes Vogel. Beim Besuch der Bundespressekonferenz stand die Arbeit der Medien im Vordergrund. Daneben tauschten sich die Jugendlichen mit der Hauptstadtredaktion des SPIEGEL sowie dem Chefredakteur der BILD-Zeitung, Julian Reichelt, aus.

Teilhabe und politisch-gesellschaftliches Engagment ermöglichen

„Wir wollen mit unseren Gesprächen die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen in den Blick nehmen. Uns ist wichtig, dass sie mit der Politik und den Medien über ihre Alltagserfahrungen sprechen können. Denn es kann eine Herausforderung sein, in Deutschland zu leben und gleichzeitig in einem anderen Land verwurzelt zu sein. Deswegen braucht es einen gemeinsamen Austausch“, erklärte die Staatssekretärin für Integration, Serap Güler. Kinder- und Jugendstaatssekretär Andreas Bothe traf die Jugendlichen in der Landesvertretung: „Uns ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich früh gesellschaftlich beteiligen und wissen, welche Werte in unserer Demokratie wichtig sind. Die Begegnungen in Berlin haben gezeigt, dass sich viele von ihnen bereits jetzt schon mit viel Engagement einbringen und damit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.“

Die rund 30 Jugendlichen sind Teilnehmer des Projekts „Verfassungsschüler“ und des Schülerstipendienprogramms „RuhrTalente“. Im Rahmen der „Verfassungsschüler“ sollen Jugendliche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte für die Demokratie begeistert und sie zur gesellschaftlichen Mitgestaltung motiviert werden.

Das Programm „RuhrTalente“ will Potenziale junger Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Status und Umgebung fördern. Es wurde von der Westfälischen Hochschule gemeinsam mit der RAG-Stiftung und der Stiftung TalentMetropole Ruhr ins Leben gerufen.

Für Empowerment – unabhängig von der Herkunft

Begleitet wurde die Fahrt auch vom Leiter der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunalen Integrationszentren, Suat Yilmaz: „In Deutschland wird nicht nur Reichtum recht einseitig vererbt, sondern auch die Teilhabe an höherer Bildung und die Chance, sich politisch-gesellschaftliche zu engagieren. Genau hier setzen die Verfassungsschüler und die RuhrTalente an. Die Jugendlichen übernehmen dabei – gestärkt durch die vielfältigen spannenden Begegnungen und positiven Impulse – selbstbewusst Verantwortung für Veränderungen in ihren eigenen Lebenskontexten aber auch für unsere Gesellschaft. Wir wollen für ein Empowerment sorgen – unabhängig von der Herkunft.“
 
Das Programm der Reihe „#IchDuWirNRW im Dialog“ wird im November mit Gesprächen in Düsseldorf fortgesetzt. Das Dialogformat ist Teil der Integrations- und Wertschätzungskampagne #IchDuWirNRW, mit der die Landesregierung gelungene Integration sichtbar macht.

Weitere Informationen sind zu finden unter: www.ichduwir.nrw

Quelle: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration Nordrehin-Westfalen vom 23.10.2019

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