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Kinderschutz / Sozialforschung

Schulkinder ohne Schutz? DJI-Studie zum Schutz vor sexuellem Missbrauch

Ängstlicher Junge sitzt auf Treppe
Bild: © bramgino - Fotolia.com

Wie es an deutschen Schulen um den Schutz vor sexuellem Missbrauch steht, zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts. Demnach haben nur 13 Prozent der befragten Schulen ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt.

Vor acht Jahren erschütterten bekannt gewordene Missbrauchsskandale in der Odenwaldschule und am Berliner Canisius-Kolleg die Öffentlichkeit. 2010 haben die Kultusminister daraufhin klare Empfehlungen zur Vorbeugung und Aufarbeitung von Missbrauchsfällen an Schulen ausgegeben und entsprechende Schutzkonzepte eingefordert. Was ist seitdem geschehen, um solche Vergehen zu verhindern?

Nur 13 Prozent von 1.500 befragten Schulen haben bisher ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt. Weitere drei Prozent kündigten an, sich im laufenden Schuljahr damit befassen zu wollen. Etwa 90 Prozent der Schulen haben bislang keine Risikoanalyse vorgenommen. Und nur etwas mehr als ein Viertel der Schulen arbeitet mit Fachleuten für Präventionsarbeit zusammen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts, die vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Auftrag gegeben wurde.

Der „Datenreport des Monitorings zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland (2015-2018) zu den Handlungsfeldern Schulen und Internate“ (PDF 6,5 MB) steht auf der Webseite des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs zur Verfügung. 

Weitere Informationen, Projekte und Forschungsergebnisse finden sich auf der DJI-Themenseite Kinderschutz

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e.V. 

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