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Kinderschutz

Kinderschutz im ländlichen Raum

Ein Mädchen mit einer Ziege auf dem Arm
Bild: © Shestakoff - Fotolia.com

Über 40 Fachkräfte aus Beratungsstellen, von freien Trägern und Jugendämtern, aus dem Bereich der Schulsozialarbeit und Schule trafen sich vom 13. bis 14. März in Oldenburg, um Kinderschutzaufgaben im ländlichen Raum zu diskutieren.

Das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Frage, welchen besonderen Anforderungen sich der Kinderschutz in ländlichen Regionen gegenüber sieht und möchte auf der Grundlage des Modellprojekts „Kinderschutz im ländlichen Raum“, das die Kinderschutz-Zentren durchgeführt haben, weitere Schritte gehen. Mareike van’t Zet, die neue Leiterin des Zentrums in Oldenburg, packt das Thema an und gibt weitere Anstöße für eine Verbesserung des Kinderschutzes im ländlichen Raum. Dazu gibt es erste Gespräche mit dem Land Niedersachsen.

Während der Diskussionen am Fachtag und insbesondere während des Projektgruppentreffens der Kinderschutz-Zentren wurde deutlich, dass sich die Situation in Sachen Kinderschutz in ländlichen Regionen teilweise komplizierter und dramatischer darstellt als in den Städten. Es gibt weniger Beratungsstellen, die Entfernungen sind größer, die Wege weiter.
Wer die soziale Situation in den Dörfern und Gemeinden kenne, wisse um die Tatsache, dass Gewalt und Missbrauch auf dem Land ebenso vorkomme wie in den Städten, so Mareike van’t Zet. Für die betroffenen Frauen und Kinder sei es aber viel schwieriger, Schutz und Hilfe zu finden. Daher brauche man Geld und kreative Ideen, um die Situation zu verbessern. Hilfeeinrichtungen müssen daher ihre Konzepte überdenken und für mehr Mobilität sorgen, aber dafür braucht es angemessene Rahmenbedingungen.

Aktuell arbeiten die Kinderschutz-Zentren an der Fertigstellung des Abschlussberichtes zum 3-jährigen Modellprojekt.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V. vom 26.03.2014

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