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BAG Landesjugendämter

Kinderschutz im Fokus

Fünf Menschen legen ihre Hände übereinander
Bild: rawpixel.com

Corona bedingt trafen sich die 17 Leitungen der Landesjugendämter auch dieses Mal wieder rein digital zu ihrer 130. Arbeitstagung am 04. Mai 2021. Schwerpunkt des diesjährigen Frühjahrstreffens der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter war die bundesweite Kinderschutz-Debatte.

Nach den im Januar 2019 bekannt gewordenen Missbrauchsfällen in Lügde sind sowohl in NRW als auch in Niedersachsen Untersuchungskommissionen in Anbindung an die Landtage oder an andere Landesinstitutionen eingesetzt worden. Die in Niedersachsen beim Landespräventionsrat angegliederte „Lügde-Kommission“ hat im Dezember 2020 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Dr. Thomas Meysen, Vorsitzender der niedersächsischen Lüdge-Kommission, führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Arbeit der Kommission ein und stellte die Ergebnisse des Abschlussberichts kurz vor.

Erarbeitung einer Empfehlung zur Kooperation bei Fallübergaben

Die 130. Arbeitstagung beschloss die Erarbeitung einer Empfehlung zur Kooperation bei Fallübergaben durch Zuständigkeitswechsel oder durch Zuständigkeiten mehrerer Jugendämter unter Federführung der Landesjugendämter aus NRW und Niederachsen. Damit kommt die BAG Landesjugendämter einer Anregung der Lüdge-Kommission nach.

Ein Treffpunkt, an dem sich Kinderschutzforschung und Kinderschutzpraxis sowie sozialpädagogische, psychologische, medizinische und rechtliche Kompetenz begegnen und verlässlich im Gespräch sind, ist die neue professionsübergreifende bundesweite Plattform „Interdisziplinäre Kinderschutzkonferenz“ des Institut für Soziale Arbeit e.V.. Dr. Thomas Meysen berichtete als einer der Initiatoren des Projekts den Leitungen über die Ziele und weitere Arbeitsschritte. Ein wichtiges Ziel der Anfang 2020 gegründeten Konferenz ist die Bündelung der verschiedenen mit dem Kinderschutz befassten Professionen und Expertisen.

Ausreichend Personal benötigt

Für die Umsetzung der Aufgaben eines Jugendamtes bedarf es ausreichend Personal. Eine Möglichkeit dieses richtig zu bemessen, diskutierten die Leitungen der Landesjugendämter anhand des Personalbemessungskonzepts des Bayerischen Landesjugendamtes. Die Personalbemessung in den Jugendämtern trifft einen besonders sensiblen Bereich kommunaler Selbstverwaltung. Die Besonderheit und der Erfolg dieses Konzepts ist die breite Akzeptanz der Jugendämter in der Fläche.

Handlungsempfehlung

Außerdem verabschiedete die 130. Arbeitstagung der BAG Landesjugendämter die Handlungsempfehlung „Prozessbeschreibungen für die Tätigkeit der Betriebserlaubnis erteilenden Behörden vor dem Hintergrund der Qualitätsentwicklung und -sicherung“ der AG Betriebserlaubnis/HzE.

Quelle: BAG Landesjugendämter vom 04.05.2021

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