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Expertise

Kinderschutz – Eine Bestandsaufnahme für das Saarland

Auf einem Papier sind Abdrücke von Kinderhänden in blauer Farbe zu sehen
Bild: Bernard Hermant - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die vom Sozialministerium in Auftrag gegebene Expertise „Kinderschutz – eine Bestandsaufnahme für das Saarland“ steht zum Download bereit. Sie dient dem Sozial- und Familienministerium als Entscheidungsgrundlage, um die Strukturen des Kinderschutzes im Saarland weiterzuentwickeln. Unter anderem ist eine Fortbildungsoffensive sowie die Implementierung von Schutzkonzepten geplant.

„Mit dieser Expertise haben wir eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung der Strukturen des Kinderschutzes im Saarland erhalten. Bei diesen Entscheidungen wird die saarländische Landesregierung von der im August 2019 eingesetzten Kinderschutzkommission beraten. Ich bin sehr froh, dass es allen Beteiligten in dieser relativ kurzen Zeit gemeinsam gelungen ist, erste Empfehlungen auf den Weg zu bringen, mit deren Umsetzung wir jetzt beginnen können“, erklärte die Vorsitzende der Kommission „Kinderschutz im Saarland“, Ministerin Monika Bachmann.

Erstellt wurde die Expertise von Prof. Jörg Fegert und Prof. Andreas Jud von der Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm und berufenen Mitgliedern der Expertenkommission.

Fortbildungsoffensive und Schutzkonzepte

„So werden wir unter anderem eine landesweite Fortbildungsoffensive durch E-Learning starten, mit der wir eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Verständnis für alle mit Kinderschutz befassten Berufsgruppen fördern wollen. Hierfür wird ab dem nächsten Jahr das Portfolio der E-Learning Angebote des „Kompetenzzentrums Kinderschutz in der Medizin“ com.can aus der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination, E-Learning“ an der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm für alle saarländischen Fachkräfte kostenfrei zur Verfügung stehen.

Damit begleiten wir auch unterstützend die vorgesehene verpflichtende Implementierung qualitätsgesicherter Schutzkonzepte für alle Einrichtungen der Bildung und Erziehung, der Jugendhilfe sowie der Gesundheitshilfe“, so die Ministerin weiter. „Darüber hinaus sehen wir die empfohlene Einrichtung des Amtes einer oder eines Kinderschutzbeauftragten als geeigneten Zugang, das Thema strategisch auf Dauer zu verankern“.

Perspektiven der Fachkräfte

Die Expertise fasst aktuelle Evidenz zu Kinderschutzmaßnahmen zusammen und bespricht Diskurse in der Fachliteratur. Zudem haben in die Expertise Berichte zu kinderschutzspezifischen Strukturen und Programmen der mit dem Thema befassten Ministerien im Saarland ebenso Eingang gefunden, wie die Perspektive der Fachkräfte. Über 100 saarländische Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufsgruppen hatten im Oktober 2019 an verschiedenen Workshops im Rahmen einer sogenannten SWOT-Analyse zu Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen des Kinderschutzes im Saarland teilgenommen.

Die Expertise steht zum Download bereit und kann auch als Druckversion bestellt werden.

Quelle: Saarländisches Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 16.09.2020

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