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Katholischer Frauenbund fordert Bischofskonferenz zu ehrlichem Umgang mit der Schuld auf

Der Bundesausschuss des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) befasste sich bei seiner jüngsten Zusammenkunft mit den Reaktionen um die Enthüllungen zahlreicher Fälle sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche. Die Frauenbundsfrauen sprachen den Opfern und ihren Familien ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.

Köln, 19.3.2010 - In einem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, teilte der Verband seine Bestürzung über die Geschehnisse und den damit einhergehenden Glaubwürdigkeitsverlust mit. Die Kirche habe durch den Vertrauens- und Machtmissbrauch schwere Erschütterung und Beschädigung erfahren. Dies führe dazu, dass nun die gute Arbeit, die sowohl in der Kirche als auch in katholischen Verbänden geleistet wurde und wird, in Misskredit gebracht wird. 

In dieser beschämenden Situation erwartet der Frauenbund von Bischöfen und Ordensoberen einen ehrlichen Umgang mit der Schuld und die gebotene Transparenz nach außen. Die katholische Kirche habe jetzt die Chance, einen Weg der Umkehr aufzuzeigen und selbst zu gehen, so die einhellige Meinung des Frauenbundes. Es sei an der Zeit, Machtstrukturen und Kommunikationswege der katholischen Kirche zu prüfen und weiteren Schaden abzuwenden. 

Quelle: Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB) 

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