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Kinderschutz / Gesundheit

Fachkongress: Sozial-emotional vernachlässigte Kinder – Probleme und Hilfen in Jugendhilfe und Schule

Ein Junge, der sich verirrt hat, sitzt im Wald und hat verzweifelt den Kopf auf seinen Knien liegen
Bild: rawpixel.com

Die Ursachen von sozial-emotionaler Vernachlässigung sind vielfältig und meist eine Kombination aus sozialen, kulturellen und familiendynamischen Faktoren, die häufig in engem Zusammenhang mit anderen Kindeswohlgefährdungen stehen. Alle Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, sollten für Risikofaktoren und die unterschiedlichen Formen sozial-emotionaler Vernachlässigung sensibilisiert sein, um im Bedarfsfall präventiv aktiv sein und intervenieren zu können.

Die Ursachen von sozial-emotionaler Vernachlässigung sind vielfältig und meist eine Kombination aus sozialen, kulturellen und familiendynamischen Faktoren, die häufig in engem Zusammenhang mit anderen Kindeswohlgefährdungen stehen. Im Gegensatz zu physischer Gewalt sind die oftmals tief sitzenden Wunden sozial-emotionaler Vernachlässigung nicht sichtbar, die Verknüpfung von Ursache, Wirkung und Folge für außerfamiliäre Beobachter/-innen häufig nicht offensichtlich.

Risikofaktoren und Formen sozial-emotionaler Vernachlässigung

Alle Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, sollten für Risikofaktoren und die unterschiedlichen Formen sozial-emotionaler Vernachlässigung sensibilisiert sein, um im Bedarfsfall präventiv aktiv sein und intervenieren zu können. Überforderung, Krisen, Krankheit, eigene schwere Kindheitserlebnisse und die berufliche Überlastung der Erziehungsberechtigten sind nur einige von vielen Gründen, weshalb sich innerfamiliäre Milieus verändern und in bedrohliche Bahnen laufen können. Für Fachkräfte ist es dann ganz besonders wichtig, die individuellen Dynamiken zu verstehen, um passende Hilfen anbieten zu können.

Der Fachkongress hat es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur die Facetten sozialemotionaler Vernachlässigung zu thematisieren, sondern auch die unterschiedlichen Akteure der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, der Medizin, des Jugendamts, der Schule und der Wissenschaft zusammenzubringen, um einen interdisziplinären Austausch zum Thema zu ermöglichen.

Bild: Die Kinderschutz-Zentren

Zentrale Fragestellungen des Fachkongresses

Vor diesem Hintergrund werden wir uns an den beiden Kongresstagen mit folgenden zentralen Fragestellungen beschäftigen:

  • Wie sind die innerfamiliären Dynamiken bei sozial-emotionaler Vernachlässigung zu verstehen und wie können Familien unterstützt werden?
  • Welche gesundheitlichen Langzeitfolgen resultieren aus psychosozialen Belastungen in der Kindheit?
  • Wie können sozial-emotional vernachlässigte Kinder gestärkt und unterstützt werden?
  • Wie können Fachkräfte im Umgang mit vernachlässigten Familien hilfreich sein?

Mit dem Fachkongress in Leipzig wollen wir dazu beitragen, Wissen zu aktualisieren, neue Erkenntnisse aus der Forschung zu vermitteln und Praxisbeispiele und Handlungsansätze aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern weiterzugeben und zu diskutieren.

Weitere Informationen

Der Fachkongress richtet sich bundesweit an Fach- und Leitungskräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, der Schule, des Gesundheitswesens und andere am Thema Interessierte.

Weitere Informationen und der Programmflyer unter: http://www.bagkiz.de/Leipzig_2020

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V.

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