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Kinderschutz

Bremen: Weitere Beteiligung am "Ergänzenden Hilfesystem" für Betroffene sexuellen Missbrauchs im staatlichen Bereich

Trauriges Kind sitzt auf dem Boden
Bild: © tomertu - fotolia.com

Die Freie Hansestadt Bremen beteiligt sich fortan am Ergänzenden Hilfesystem (EHS) für Betroffene sexuellen Missbrauchs im institutionellen Bereich und übernimmt damit Verantwortung als Arbeitgeber. Anträge können bis zum 31.12.2017 an die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch gerichtet werden.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: "Das Ergänzende Hilfesystem leistet seit fast vier Jahren einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung und Aufarbeitung des Leids Betroffener sexueller Gewalt. Ich freue mich daher sehr, dass die Freie Hansestadt Bremen die Vereinbarung zur Beteiligung am EHS unterzeichnet hat und möchte alle Betroffenen ermutigen, sich zu melden."

Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich (FSM)

Das EHS besteht zum einen aus dem im Mai 2013 errichteten und beim Bund angesiedelten "Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich" (FSM) und zum anderen aus dem Hilfesystem im institutionellen Bereich, an dem sich Länder und Institutionen per Vereinbarung beteiligen. Der Bund stellt zur Bearbeitung der Anträge im institutionellen Bereich die für den FSM geschaffenen Organisationsstrukturen zur Verfügung.

Mit den ergänzenden Hilfeleistungen werden Menschen unterstützt, die als Kinder oder Jugendliche sexuellen Missbrauch erlitten haben und noch heute unter den Folgewirkungen leiden. Betroffene können über die Geschäftsstelle des FSM die Übernahme von Sachleistungen bis zu 10.000 Euro beantragen, sofern diese nicht durch die gesetzlichen Leistungsträger finanziert werden.

Die Frist zur Entgegennahme von Anträgen für den institutionellen Bereich des EHS endete ursprünglich am 31. August 2016. Die Entscheidung des Bundes zur Weiterführung des FSM für Opfer sexueller Gewalt im familiären Bereich hat auch viele institutionelle Vereinbarungspartner bestärkt, das Hilfesystem fortzuführen. Betroffenen soll auch weiterhin der Zugang zu dringend benötigten Hilfeleistungen ermöglicht werden.

Folgende Länder und Institutionen beteiligen sich neben dem neu hinzu gekommenen Vereinbarungspartner Bremen weiterhin am EHS:

  • Die Freie und Hansestadt Hamburg
  • die Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen
  • die Deutsche Bischofskonferenz
  • die Deutsche Ordensobernkonferenz
  • der Deutsche Caritasverband
  • die Evangelische Kirche Deutschland einschließlich der Diakonie Deutschland
  • das Deutsche Rote Kreuz
  • der Deutsche Kinderschutzbund und
  • die Arbeiterwohlfahrt.

Weitere Informationen zum Ergänzenden Hilfesystem unter www.fonds-missbrauch.de

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 28.04.2017

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